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Sinnerthaler Wald: Vermeintliches „Babywimmern“ löst Suchaktion aus

Mit Hunden und Wärmebildkameras durchkämmten Suchmannschaften das Waldgebiet, das das vom Technischen Hilfswerk intensiv ausgeleuchtet wurde.

Mit Hunden und Wärmebildkameras durchkämmten Suchmannschaften das Waldgebiet, das das vom Technischen Hilfswerk intensiv ausgeleuchtet wurde.

Gut 90 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW), Deutschem Rotem Kreuz (DRK), der Polizei und verschiedenen Hundestaffeln aus dem gesamten Saarland haben am späten Montagabend nach einem Säugling oder Kleinkind gesucht, das in einem Waldstück im Neunkircher Stadtteil Sinnerthal vermutet wurde.

Ausgelöst hatte die Suchaktion ein Mann aus der angrenzenden Frankenfeldstraße, der mit seinem Hund einen abendlichen Spaziergang gemacht hatte. In Höhe der Lagerfläche eines dort ansässigen Gerüstbauers hörte er aus dem angrenzenden Waldstück ein Wimmern, das er als Laute eines Babys deutete. Um sicher zu sein, dass er sich nicht verhört hatte, lief er zurück in das nahe gelegene Wohngebiet und bat seine Nachbarin ihn zu begleiten. Auch sie hörte das Wimmern im Wald. Daraufhin informierten sie die Polizei und den Rettungsdienst in der Annahme, dass sich ein hilflosen Kind in einer Notlage in dem dichten Waldstück befindet.

Nachdem sich die ersten Helfer ein Bild über die glaubhaft geschilderte Lage gemacht hatten, wurde eine umfangreiche Suchaktion eingeleitet. Um keine volle Zeit zu verlieren, wurden die Hundestaffeln des THW, des DRK Homburg, der Rettungshundestaffel Saar sowie die Hundestaffel der Polizei alarmiert und durchsuchten das komplette Waldgebiet. Feuerwehrleute aus drei Neunkircher Stadtteilen durchstreiften ausgerüstet mit Wärmebildkameras gemeinsam mit den Polizeibeamten das Unterholz. Das THW Neunkirchen leuchtete das Waldstück großflächig aus. Auch der angrenzende Angelweiher „Saukaul“ wurde an den Uferbereichen abgesucht.

Nach über zweistündiger Suche hatten die Teams nichts gefunden – die Suchaktion wurde ergebnislos abgebrochen. Es wird vermutet, dass eventuell Wildtiere die Geräusche verursacht haben, die dem Weinen eine Babys sehr nahe kommen. Auch die Neunkircher Polizei bestätigte gestern auf Anfrage unserer Zeitung, dass die Spaziergänger sich wohl getäuscht hätten. Weitere Ermittlungen hätten keinerlei Anhaltspunkte für eine Straftat ergeben. Auch ging keine Vermisstenanzeige bei den umliegenden Dienststellen ein. „Dennoch haben die beiden Zeugen richtig gehandelt und die Rettungskräfte informiert“, bestätigte der Polizeisprecher.
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