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Skandal bei Mitgliederversammlung: Nötigungs-Vorwurf gegen FCS-Vizepräsident Pini

Symbolfoto.

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FCS-Mitglied Addi Fazlic, der dem Führungskreis der Fangruppe „US 01“ angehört, hat gestern Abend bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Fußball-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken eine Bombe platzen lassen. Er wirft Vizepräsident Sebastian Pini den Versuch der Erpressung vor, um eine Abstimmung zu manipulieren. Fazlic wird für Pyrotechnik-Vorfälle während des Heimspiels gegen den FC Homburg am 25. November 2014 verantwortlich gemacht. Deshalb drohte ihm ein fünfjähriges Stadionverbot , erklärte der FCS-Anhänger. Zudem sollte er offenbar mit seinem Fanclub den durch die Vorfälle entstandenen Schaden in Höhe von 10 750 Euro zahlen.

Fazlic behauptete während der Mitgliederversammlung, Pini habe gedroht, er könne dafür sorgen, dass er das Stadionverbot bekomme – und allein die 10 750 Euro zahlen müsse. Er könne aber auch dafür sorgen, dass das Stadionverbot aufgehoben werde. Fazlic sollte – so seine Version – im Gegenzug dafür sorgen, dass die Mitglieder seines Fanclubs bei der gestrigen Abstimmung über eine Satzungsänderung gegen diese Änderung stimmen. Pini habe auch in Aussicht gestellt, dass die Geldsumme dann nicht gezahlt werden müsse.

Fazlic untermauert seine Anschuldigungen mit einem heimlich mitgeschnittenen Tonband, auf dem Pinis Stimme zu hören sein soll. Das Tonband liegt der Saarbrücker Zeitung vor. Pini wollte sich gestern zu den Vorwürfen nicht äußern: „Ich sage jetzt nichts dazu.“ Jedoch hatte sich zuvor bereits Peter Becker während der Mitgliederversammlung geäußert. Er wurde von Fazlic in die Sache eingebunden. Der ehemalige Polizeichef von Saarbrücken erklärte: „Ich bin zutiefst erschüttert. Stadionverbote werden benutzt, um eine Abstimmung im Verein zu manipulieren.“ Becker ist mittlerweile Sicherheitsbeauftragter beim FCS. Dessen Aufsichtsratschef Michael Arnold sagte während der Versammlung: „Wir können die Dinge jetzt nicht einfach unter den Teppich kehren. Wir werden uns mit dem Aufsichtsrat nach der Versammlung abstimmen. Die Vorwürfe, die Herr Becker bestätigt, sind schwerwiegend.“ Später erklärte er: „Es wird ein Vier-Augen-Gespräch mit Herrn Pini geben. Wir haben mit ihm vereinbart, dass er jetzt nicht ans Mikrofon geht.“ Fans hatten Pini zu einer Stellungnahme aufgefordert. FCS-Präsident Hartmut Ostermann schloss sich den Worten von Arnold an.

Bei der Versammlung sollte es eigentlich nur um eine Satzungsänderung gehen. Die Mitglieder wollten, dass sie vor einer Ausgliederung der Profi-Fußball-Abteilung des FCS gefragt werden und eine Dreiviertel-Mehrheit dann darüber entscheiden solle. Der Antrag auf Satzungsänderung wurde abgelehnt. Nur 54 Prozent stimmten dafür, 75 Prozent wären nötig gewesen.
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