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Skandal um schwarze Kasse bei Sulzbacher Stadtwerken

Das hat diese gestern der Saarbrücker Zeitung bestätigt. Laut Sprecherin Birgit Sieren-Kretzer steht der Verdacht der Untreue, des Diebstahls und der Unterschlagung im Zusammenhang mit dem Verkauf von „werthaltigem Metallschrott“ in der Zeit von März 2004 bis August 2007 im Raum.

Mitarbeiter sollen Buntmetallabfälle, die ihrer Firma gehörten, an einen Homburger Schrotthändler verhökert und den Erlös bar für die Belegschaftskasse abgeliefert haben. Weil es Anhaltspunkte gebe, dass die Einnahmen aus dem Schrottverkauf nicht versteuert wurden, so Sieren-Kretzer, wurde auch ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung eingeleitet.

Die Staatsanwaltschaft schätzt, dass 28000Euro in der Schwarzen Kasse, die von einem früheren Betriebsratsvorsitzenden geführt wurde, landeten. Von dem Geld sollen Betriebsfeiern und angeblich auch Teile eines Ausflugs des Aufsichtsrats in die sizilianische Partnerstadt Ravanusa finanziert worden sein. Brisant: Der Vorsitzende des Aufsichtsrates ist der Sulzbacher Bürgermeister Hans-Werner Zimmer. Insgesamt ist die Stadt zu 70 Prozent an den Stadtwerken beteiligt, Saarferngas und VSE besitzen je 15 Prozent.

Aus Belegschaftskreisen heißt es, Ex-Geschäftsführer Karl-Peter H. habe das Vorgehen gebilligt. H., der Mitte 2007 die Firma verlassen hatte, wurde noch nicht gehört. Die amtierende Geschäftsführung habe von den Machenschaften nichts gewusst, so der Anwalt der Stadtwerke, Hans-Georg Warken. Er dementierte weiter, dass Kosten der Sizilien-Reise des Aufsichtsrates aus dieser Kasse bezahlt worden seien. Diese mehrtägige Fahrt im Jahr 2003 sei offiziell über Stadtwerke-Konten gelaufen. Nachdem die Firmenspitze vor Monaten von der Polizei anlässlich einer Durchsuchung über die Vorwürfe informiert worden war, sei der Betriebsrat aufgefordert worden, "vorhandene Barbeträge zurückzuzahlen". Daraufhin seien rund 16.000 Euro geflossen.
szn/Caroline Biehl
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