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So bringt Sonnencreme den vollen Schutz

Berlin. Sonnencreme schützt vor Sonnenbrand. Das weiß jedes Kind. Und beim Lichtschutzfaktor gilt: Viel bringt viel. Doch wie hoch muss die Sonnencreme-Dosis sein? Ein Test, über den die unabhängige medizinische Fachzeitschrift Arznei-Telegramm in ihrer neuesten Ausgabe berichtet, hat gezeigt, dass der Sonnenschutz in der Praxis oft nur ein Viertel des Wertes erreicht, den die Hersteller angeben. Der Grund ist simpel: Die meisten Menschen tragen viel zu wenig Creme auf. Die Lichtschutzfaktoren auf den Packungen seien für unrealistisch hohe Mengen Creme berechnet, kritisiert das Arznei-Telegramm.

Beim Standardtest zur Bestimmung des Lichtschutzfaktors werden jeweils zwei Milligramm eines Präparats pro Quadratzentimeter Haut aufgetragen. Um den Körper eines Erwachsenen – die durchschnittliche Körperoberfläche beträgt 1,7 Quadratmeter – einmal einzucremen, wären wenigstens 35 Gramm Sonnenmilch nötig, so das Arznei-Telegramm. Eine Familie mit zwei Kindern müsste beinahe eine durchschnittliche 200-Milliliter-Cremeflasche am Tag verbrauchen, ein Single eine Flasche pro Woche.



Wer tut das schon, fragt der Berliner Arzt und Apotheker Wolfgang Becker-Brüser, Herausgeber des Arznei-Telegramms. Er machte sich auf die Suche nach Untersuchungen zu diesem Thema und wurde bei der „International Society of Skin Pharmacology and Physiology“ fündig.  Deren Forscher, darunter Experten großer Sonnenschutzhersteller und der Berliner Uniklinik Charité, haben untersucht, was geschieht, wenn nicht die theoretische, sondern die typische Stranddosis Sonnenschutz aufgetragen wird. Die betrage nur ein Fünftel bis zur Hälfte der in den Labortests verwendeten Menge. Entsprechend falle der Lichtschutz viel geringer als erwartet aus, so Wolfgang Becker-Brüser. Die Schutzfaktoren müssten deshalb an die Verbrauchsgewohnheiten angepasst werden.

Nach den Studienergebnissen ist der Wirkverlust linear. Das bedeutet: Wer ein Viertel der Standarddosis aufträgt, hat auch nur ein Viertel des Lichtschutzes. Wer ein Sonnenschutzmittel mit Faktor 20 verwendet, kommt so am Strand nur auf Faktor fünf und muss viel früher Liegestuhl oder Strandlaken räumen.

Was kann Otto-Normalverbraucher tun, der nun besorgt am Strand liegt? Ihm bleiben drei Alternativen, so Becker-Brüser. „Wirklich dick eincremen“, lautet Variante eins. Der Herausgeber des Arznei-Telegramms befürwortet sie nicht, da so mehr Sonnencreme ins Wasser gelangt. Creme mit einem deutlich höheren Schutzfaktor benutzen, lautet Vorschlag zwei. Becker-Brüser rät zu Variante drei, die auch unsere Großmutter gewählt hätte: „Eincremen wie gehabt, aber nicht mehr so viel in die Sonne gehen.“ Die Stiftung Warentest habe im übrigen gerade wieder eine Vielzahl von Sonnencremes getestet.

www.test.de




UV-Schutz ist für Kinder wichtig


Saarbrücken.  Bei der UV-Strahlung werden zwei Anteile unterschieden, bei denen ein Zuviel zu unterschiedlichen Reaktionen und Schäden in der Haut führt. Eltern müssen vor allem bei Kindern darauf achten, dass die Mittel auch die langwelligeren UV-A-Strahlen abhalten. Heutige Sonnenschutzmittel müssen so beschaffen sein, dass mindestens ein Drittel ihres Schutzes aufs UV-A-Licht entfällt, so Wolfgang Becker-Brüser. Kurzwellige UV-B-Strahlen lösen den schnellen, glühenden Sonnenbrand aus, doch auf lange Sicht gefährlicher ist der UV-A-Anteil des Lichts. UV-A-Strahlen dringen tief in die Haut ein, unterdrücken das Immunsystem, beschleunigen die Faltenbildung und können Krebs auslösen. Studien der amerikanischen „Academy of Dermatology“ haben gezeigt, dass 80 Prozent der Sonnenschäden eines Menschen bereits vor dem 18. Lebensjahr entstehen. UF 
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