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So reisen die Saarländer: Trend zu Luxusreisen nimmt zu

Immer mehr Deutsche gönnen sich etwas und setzen dabei auf ihre Urlaubsreisen . An den Ausgaben für Reisen wird in der Regel nicht gespart, stellt der Deutsche Reiseverband fest. So haben nach dessen Angaben alleine 2014 die Reiseveranstalter , von Tui bis zur Aida-Schiffsflotte, insgesamt 25,8 Milliarden Euro eingenommen, die stationären Reisebüros bundesweit 23 Milliarden Euro.

Torsten Schäfer, Pressechef des Verbandes, sieht gute Chancen, dass 2015 ein Rekordjahr werden könnte. Vorausgesetzt, es gibt keine größeren politischen Krisen, auf die Reisende nach seinen Erfahrungen sofort reagieren. „Der Kunde ist ein scheues Reh“, sagt Schäfer. In Krisenfällen würden meist andere Regionen gebucht oder auf die Reise ganz verzichtet. Generell seien derzeit Luxusreisen am gefragtesten, die durchaus auch schon bis zu 3000 Euro kosten können.

Kreuzfahrten werden besonders gerne gebucht und stehen offensichtlich auch bei den Saarländern im Augenblick ganz hoch im Kurs. Schäfer hat für diesen Trend mehrere Erklärungen: „Nach einer Traumschiff-Folge im ZDF steigen die Buchungszahlen am nächsten Tag extrem an.“ Zudem habe man auf diesen „schwimmenden Städten“ zahlreiche Möglichkeiten, von der Gastronomie bis zum Entertainment, und müsse für all das nur einmal den Koffer packen. Gleichzeitig könne man bei Landausflügen ferne Länder erleben. Hinzu kommt, dass diese Reisen immer erschwinglicher werden, da mittlerweile rund 300 Hochseekreuzfahrtschiffe unterwegs sind, die man von Deutschland aus buchen kann, so Schäfer. Weitere Luxuskreuzer fahren auf den Weltmeeren, werden aber von Deutschland aus nicht vermarktet, weil man dort ausschließlich auf englischsprachiges Personal trifft.

Renate Ames vom Reisebüro Ames in Püttlingen, bestätigt den Trend zu Kreuzfahrten , speziell auch Flusskreuzfahrten. „Hier ist alles gefragt, bis hin zur Karibik und zum Nordkap.“ Flusskreuzfahrten werden nach Angaben von Ames eher von einem Publikum ab Mitte 50 gebucht, „das nicht so sehr auf den Euro schaut“. Junge Leute konzentrierten sich stärker auf Angebote wie die Aida-Clubschiffe. Dort gehe es eher locker zu. Zudem werde oft Kinderbetreuung angeboten.

Einen „enormen Boom für Kreuzfahrten “ sieht auch Manfred Tuillier von F+T Reisen in Saarbrücken . Stark nachgelassen habe hier aber das Interesse an Ostsee-Kreuzfahrten, speziell nach St. Petersburg – „wegen Putin“. Immer offener seien Kreuzfahrer dagegen auch für ferne Länder und Gegenden wie etwa die Karibik . Hauptrenner sei jedoch das Nordkap.

Besonders diese Gegend empfiehlt auch Désirée Schon vom Reisebüro Aventoura Aktiv Reisen in Saarlouis. „Mein persönlicher Favorit“, sagt sie. Norwegen biete eine einmalig schöne Landschaft. Auch spezielle Angebote stoßen bei den Saarländern auf verstärktes Interesse. So hat das Saarlouiser Reisebüro mehrere Möglichkeiten im Programm, den Jakobsweg zu erwandern inklusive Unterbringung in Hotels und professioneller Begleitung mit einem Begleitfahrzeug.

Norbert Degen, Inhaber des Reisebüros Degen & Lengert in Völklingen, empfiehlt, Frühbucherrabatte zu nutzen. In der Regel bis Ende Januar könne man bei vielen Reiseveranstaltern Nachlässe zwischen zehn und 15 Prozent rausholen. Zu den beliebtesten Reiseregionen zählten derzeit Griechenland und die Türkei . Stabilisiert habe sich nach einer politischen Beruhigung auch Ägypten.
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