L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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So schön wird die Saarbrücker Diskontopassage

So sieht die neu gestaltete Diskontopassage von innen aus.

So sieht die neu gestaltete Diskontopassage von innen aus.



Saarbrücken. Der Himmel über Jürgen Lichterfeld ist nicht echt. Der Himmel, unter dem Jürgen Lichterfeld in der Diskontopassage plaudert, besteht aus fast durchsichtigen, mit hellem Blau und Wölkchenbildern beschichteten Platten und starken Lampen. Lichterfeld ist Prokurist der Unternehmensgruppe Schneppendahl – und dieser Himmel ist auch sein Werk. Zusammen mit der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ist die Unternehmensgruppe Schneppendahl dabei, die Diskontopassage zu sanieren. Rund eine Millione Euro investieren die beiden Unternehmen, die die Passage gemeinsam betreiben.

Die Erneuerung der Berliner Promenade und des Rabbiner-Rülf- Platzes, der zwischen Promenade und einem der Eingänge zur Passage liegt, seien Auslöser für diese Investition gewesen, sagt Lichterfeld. Und natürlich wolle man auch zeigen, dass es an beiden Enden der Bahnhofstraße attraktive Einkaufszentren gibt. Die 1970 gebaute Diskontopassage, in der es zurzeit 31 Läden und den unterirdischen Zugang zu Karstadt gibt, zähle „seit jeher zu den am stärksten frequentierten Abschnitten der City“, sagt Lichterfeld. Für viele Saarbrücker, die in der Innenstadt wohnen und arbeiten, sei die Passage „ein klassisches Versorgungszentrum“. Da lohne es sich zu investieren. Der künstliche Himmel, der die Passage heller macht, ist nur ein Teil dieser Investition. Der Natursteinboden wurde bereits überarbeitet, die Eingänge sind freundlicher gestrichen, demnächst sollen dort Stelen aufgestellt werden, die auf das Angebot unter der Erde hinweisen.

Jürgen Lichterfelds Lieblingsprojekt sind aber drei große Aquarien. Sie sollen auf der Fläche vor dem Karstadteingang aufgestellt werden. Jedes Aquarium soll eine andere Unterwasserwelt zeigen: Fische, wie sie im afrikanischen Malawisee vorkommen, Meeresfische und Amazonasfische. Rund 150 000 Euro kostet dieses Wasserspektakel. „Das wird sicher manchen animieren, mit dem Enkelchen runter in die Passage zu kommen“, hofft der Schneppendahl-Prokurist. Nicht nur die Passagenbetreiber selbst investieren.

Auch Fleischwaren Schröder und Früchte Kreis werden in den kommenden Wochen ihre Läden neu gestalten. Es sei nicht die erste Renovierung in den 40 Jahren, in denen seine Familie jetzt schon unter der Erde Obst und Gemüse verkauft, sagt Stephan Kreis. Aber die Sanierung der Passage sei ein guter Anlass, wieder mal etwas zu tun. Und der neue Himmel, schwärmt Kreis, sei einfach klasse. Es gebe Kunden, die bleiben erst mal stehen, wenn sie mit der Rolltreppe unten angekommen sind, und schauen nach oben.


Stadt investiert in die Eisenbahnstraße

Oberbürgermeisterin: Auch Eigentümer müssen Geld in die Hand nehmen

Die Verwaltung will das Einkaufen und Wohnen in der Eisenbahnstraße attraktiver machen. Dafür nimmt die Stadt 1,7 Millionen Euro in die Hand. Doch die Eigentümer müssen mitziehen, sagt Oberbürgermeisterin Charlotte Britz.

Alt-Saarbrücken. Schöne Arkaden und markante Stützpfeiler mit Mosaiken: Die Eisenbahnstraße steht exemplarisch für den Wiederaufbau Saarbrückens in den 50er Jahren. Doch die Häuser und Arkaden sind in die Jahre gekommen, Spielhallen und Billigläden haben sich neben alteingesessenen Geschäften angesiedelt. Die Stadtverwaltung will deshalb die Eisenbahnstraße attraktiver machen und investiert 1,7 Millionen Euro aus dem Großprojekt „Stadtmitte am Fluss“. Außerdem wird sie die Eigentümer ermuntern, ihre Immobilien zu sanieren. Das kündigten gestern Oberbürgermeisterin Charlotte Britz und Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer an.

Aus dem Modellprojekt „Baukultur in der Praxis – Die modernen 50er in der Eisenbahnstraße“ fließen weitere 100 000 Euro in die Beratung von Eigentümern. Das Geld stammt aus einem Forschungsprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Gestern Abend lud die Oberbürgermeisterin alle Eigentümer zu einer Informationsveranstaltung in die Sparkasse am Neumarkt ein. Britz erklärte, der Erfolg des Projekts hänge ganz wesentlich von den Eigentümern ab. Sie hofft auf einen ähnlichen Erfolg wie in der Bahnhofstraße.

Dort hätten viele Eigentümer investiert, als die Europa-Galerie öffnete. Dabei könnten sie Förderprogramme der Sparkasse und der Saarländischen Investitions- Kreditbank (SIKB) nutzen. Britz erinnerte an den Grundsatz „Eigentum verpflichtet“. Die Verwaltung will ihrerseits das Charakteristische der Straße, vor allem die Arkaden, verschönern. „Wir müssen das, was wir haben, mehr wertschätzen und pflegen“, meinte Baudezernentin Wandel-Hoefer. So sollen zum Beispiel die Werbeschilder unter den Arkaden verschwinden. Stattdessen könnten die Geschäftsleute an den Häuserfassaden werben. Die Verwaltung werde auch wieder die Mosaiken an den Stützpfeilern freilegen. Mehr Bäume, Bänke zum Ausruhen und breitere Fußgängerwege sind ebenfalls geplant. sm


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