B423 Stadtgebiet Blieskastel, Zweibrücker Straße bis Saar-Pfalz-Straße Zwischen Blieskastel und Aßweiler Vollsperrung, Baustelle bis 28.10.2017 06:00 Uhr Zwischen Ortsausgang Blieskastel und Ortseingang Biesingen (09.10.2017, 06:27)

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So schützt man sich vor K.O.-Tropfen

Wir sprachen mit dem Leiter der Homburger Rechtsmedizin Professor Dr. Jochen Wilske, und dem dortigen Toxikologen Professor Dr. Thomas Krämer.

Was ist das Problem bei K.O.-Tropfen, die einem ins Getränk geschüttet werden?
Man merkt die Beimischung erst, wenn die Wirkung eintritt. Dann ist es aber zu spät, um noch reagieren zu können. Anschließend erweisen sich Erinnerungslücken zusätzlich als Problem. Diese Erinnerungslücken machen das Opfer unsicher. Dazu kommt: Bei zusätzlichem Alkoholkonsum wird alles leicht als alleinige Alkoholfolge abgetan, so dass das Opfer keine Anzeige erstattet, weil es glaubt, den Vorfall nicht ausreichend beweisen zu können oder sich auch schämt.

Wie kommen die K.O.-Tropfen ins Getränk ?
Die Substanzen lassen sich bei kurzer Ablenkung leicht ins Glas schütten. Hierfür ist nicht einmal ein Verlassen des Platzes erforderlich.

Wer sind die Täter?
Statistische Auswertungen zeigen, dass es sich bei Sexualdelikten keineswegs immer oder regelhaft um Unbekannte handelt. Es handelt sich vielmehr häufiger um eine mehr oder weniger gute Bekanntschaft, einen Freund, ein Familienmitglied oder auch einen ehemaligen und vereinzelt um den aktuellen Partner.

Wie kann man sich schützen?

Im Prinzip hilft nur Aufmerksamkeit und eine Portion Argwohn. Grundsätzlich muss gelten, dass bei der gleichzeitigen Anwesenheit von vertrauenswürdigen Personen weniger Gefahr besteht, ansonsten sollte man aber grundsätzlich im öffentlichen Bereich sein Glas nicht alleine lassen.

Was kann man im Nachhinein als Betroffene tun?
Sobald der Verdacht aufkommt, sollte man sofort nach dem Aufwachen den nächsten Urin selbst sichern. Darüber hinaus so schnell als möglich zu einem Arzt gehen, dort den gesicherten Urin abgeben, sich Blut abnehmen lassen und eventuell den körperlichen und psychischen Zustand dokumentieren lassen.

Die Fragen stelle Wolfgang Ihl.

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