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So sehen die Anwohner die improvisierte „Party-Meile“

Die ungewollte Facebook-Party in Namborn lief etwas aus dem Ruder

Die ungewollte Facebook-Party in Namborn lief etwas aus dem Ruder

Numborn. Die Numborner haben die mit gut 2000 „Gästen“ vermutlich größte Facebook-Party, die es bisher in Deutschland gab, ganz passabel hinter sich gebracht. Die Numborner kennen sich mit großen Festen aus: Das Bauernfest lockt alle zwei Jahre an drei Tagen rund 20.000 Menschen an – allerdings geplant, ohne Alkohol-Exzesse und auf benachbarten Feldern, weniger im Ort selbst. Klaus Ehrhart beobachtete das Treiben aus nächster Nähe: Es sei harmonisch losgegangen, die jungen Leute seien singend und lachend in den Ort gekommen. Ab 21 Uhr sei es dann „brenzlig“ geworden. Viele der jungen Leute hätten  versucht, der Party zu entkommen, seien aber wegen der Absperrungen der Polizei nicht zu ihren Fahrzeugen gelangt. „Wir haben drei Leute in unser Haus eingeladen, uns nett mit ihnen unterhalten, und später nach Heusweiler gefahren“, erzählt Ehrhart. Geärgert habe er sich über die vielen Leute, die ihre Notdurft in seinem Garten verrichtet hatten.  Nennenswerte Schäden hatte er an seinem Anwesen aber nicht zu beklagen.

Auch Ferdi Luxenburger wurde nicht geschädigt. Als wir ihn trafen, beseitigte er die letzten Glasreste vom Bürgersteig. Die Zurückhaltung der Polizei habe ihn überrascht. Saufen, so meint er, sei eine der schlechtesten Freizeitbeschäftigungen, und: „Wir haben früher auch gefeiert, aber nicht in dieser Form.“

Elisabeth Altmeyer, auf deren Grundstück sich am Samstag wüste Szenen abspielten, ist jetzt noch ganz aufgeregt, wenn sie an die „Party“ denkt. „Hunderte Menschen haben meinen Garten als Toilette missbraucht“, beschwert sich die pensionierte Lehrerin. Für ihren Nachbarn Thomas Himbert gehört die Facebook-Party zum Zeitgeist, wenngleich er die Ausschreitungen nicht billigt: „Wir waren machtlos“, gesteht er ein, aber auch gut vorbereitet. Er lobte das „kluge Vorgehen“ der Polizei. Roland Wark, einer der Gründer und Organisatoren des Bauernfestes, wies darauf hin, dass bei seinem Fest die Polizei stets Präsens zeigt, aber noch nie eingreifen musste. „Wir haben uns am Samstag vor allem um die Älteren gesorgt“, sagte Wark. eng
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