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So soll es nach dem Bergbau-Ende weitergehen

SAARBRÜCKEN. Mit der Steinkohle ist’s im Saarland spätestens im Jahr 2012 vorbei. Das hat der Bergbaukonzern RAG vergangene Woche beschlossen. Jetzt stellen sich alle Beteiligten die Frage, wie es wirtschaftlich im Saarland weitergehen soll.Die Saar-Gemeinschaftsinitiative soll dafür Lösungen finden. Beteiligt sind daran Politik, Gewerkschaften und die Wirtschaft.

Gestern traf sich die Initiative – und die Beteiligten waren sich nur in einem einig: Ersatzarbeitsplätze müssen her. 
Schwer getroffen vom Bergbauende sind die Gewerkschaften. Sie hoffen aber noch immer, dass es mit der Steinkohle auch nach 2012 weitergeht. Der saarländische DGB-Vorsitzende Eugen Roth (50) bezeichnete den Schließungstermin als energiepolitisch und industriepolitisch schlecht für das Saarland. Denn die Region und die Bergleute hätten im Vergleich zur Ruhr keine Chance mehr, wenn 2012 noch einmal generell geprüft wird, ob ein deutschlandweites Bergbau-Ende 2018 wirklich gerechtfertigt und die Schließung der verbleibenden Gruben richtig ist.

Für die Landesregierung steht der Ausstieg. Ministerpräsident Peter Müller (52, CDU) warnte davor, an einen Saar-Bergbau über 2012 hinaus zu glauben und entsprechende Erwartungen zu wecken. Müller: „Wer das tut, der versündigt sich an den Menschen.“ Auch persönliche Lebensplanungen würden dadurch unverantwortlich beeinflusst. Denn ein solcher Bergbau sei ohne die Primsmulde nicht möglich. Und in der Primsmulde habe sich erwiesen, dass man keine Kohle ohne Gefahr für Leib und Leben abbauen kann.

:: www.saargruben.de

Die Wirtschaft hat Hoffnungen für die Betroffenen. Der Präsident der Vereinigung Saarländischer Unternehmensverbände (VSU), Walter Koch, sagte, die Saar-Wirtschaft sei optimistisch, die Gesamtzahl an benötigten Ersatz-Arbeitsplätzen für ausscheidende Bergleute anbieten zu können. Eine andere Frage sei, ob die Profile dieser Arbeitskräfte jeweils auf die Anforderungen anderer Unternehmen passen. Streit gab’s um die neue Schiffsanlege-Stelle für das Kraftwerk Ensdorf. Hier verwies Peter Müller auf Bedenken der Grünen und von Umweltverbänden, dadurch würde ein neues Kraftwerk durch die Hintertüre realisiert. Müller: „Hahnebüchener Quatsch!“ szn/aw
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