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So viel kostet der Wahlkampf im Saarland

Die Spitzenkandidaten der Landtagswahl im Saarland: Peter Müller (CDU), Heiko Maas (SPD), Oskar Lafontaine (Die Linke), Christoph Hartmann (FDP), Hubert Ulrich (Die Grünen).

Die Spitzenkandidaten der Landtagswahl im Saarland: Peter Müller (CDU), Heiko Maas (SPD), Oskar Lafontaine (Die Linke), Christoph Hartmann (FDP), Hubert Ulrich (Die Grünen).

Saarbrücken. Die fünf größten Parteien im Saarland betreiben einen aufwändigeren Landtagswahlkampf als noch 2004. Vertreter von CDU, SPD, FDP, Linken und den Grünen bestätigen auf Anfrage der Saarbrücker Zeitung einen höheren materiellen Aufwand als fünf Jahre zuvor, um am 30. August möglichst viele Wählerstimmen für sich zu gewinnen.

In den verbleibenden elf Tagen bis zur Landtagswahl wollen die Parteien ihren Einsatz auch noch einmal steigern. Übereinstimmend erklären sie, die aus ihrer Sicht große Zahl von Unentschlossenen noch von sich überzeugen und das eigene Wählerpotenzial mobilisieren zu wollen.

Nicht über alle geplanten Aktionen wollen die Parteien Auskunft geben, jedoch wird wohl von jeder Partei eine Wahlzeitung oder eine Broschüre in den Briefkästen im Land stecken. CDU, SPD, Linke, FDP und Grüne werben auch im Radio. Die Wahlkampfstände sind besonders samstags nahezu in allen Orten im Land zu sehen.

Besonders augenscheinlich ist derzeit die Plakatierung sowohl auf Großflächen als auch an Laternenpfählen und Geländern. Die fünf größten Parteien kommen nach eigenen Angaben zusammen landesweit auf knapp 2000 Großflächen und über 58.000 kleine Plakate. Die CDU und SPD plakatieren jeweils ihre Kandidaten etwa 20.000fach. Die FDP kommt auf rund 10.000 Plakate, die Grünen bringt ihre Themen auf 4500 Plakate unter und die Linke klebt 4000 mal im Land.

Die schiere Zahl ihrer auf Papier gebannten Köpfe und Themen beschäftigt die Parteien derweil in Saarbrücken. Dort forderte die Stadtverwaltung dieser Tage die Verantwortlichen mit einem Schreiben auf, ihre Plakate zu zählen. Für jede Partei sind demnach 200 zugelassen. Nach einer ersten nicht flächendeckenden Zählung schließt die Verwaltung, dass einige Parteien die zulässige Anzahl „mehr als geringfügig überschreiten“. Das Schreiben mahnt zur Selbstkontrolle und verweist darauf, dass Plakate auch, wie im Kommunalwahlkampf geschehen, beschlagnahmt werden können – hohe Gebühren eingeschlossen.

Die Parteien lassen sich ihre Eigenwerbung auch ohne Gebühren etwas kosten: Die CDU kalkuliert mit einer Million Euro, die SPD ebenfalls. Die Sozialdemokraten geben diese Summe jedoch als Budget für das Superwahljahr 2009 an. Die Linke gibt 420.000 Euro aus. Die FDP veranschlagt 400.000 Euro, bei den Grünen ist es die Hälfte.

Münden wird der Wahlkampf bei den fünf Kontrahenten jeweils als vorläufigem Höhepunkt in einer zentrale Veranstaltung Mitte oder Ende kommender Woche, die den Endspurt Richtung Wahlsonntag mit Bundesprominenz einläuten soll. Doch auch dann dürfte noch lange nicht Schluss sein: Bis Sonntag wollen dem Vernehmen nach alle Parteien um Stimmen kämpfen.
Patrick Griesser (SZ)
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