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So war's: 500 Teilnehmer beim 3. Toughrun in Bexbach

Vorbei die Euphorie der ersten Meter. Vorbei der Elan, befeuert von Adrenalin und der herbstlichen Sonne. Die Schritte werden kürzer, erlahmen ganz, ehe dann – mitten in der zweiten von drei Runden – die ersten Läufer plötzlich nur noch Geher sind. Es sind nicht so sehr die drei Runden à 3,9 Kilometer, die den 500 Teilnehmern beim dritten Toughrun in Bexbach die Kondition rauben. Es sind die kleinen und großen Hindernisse, die diesen Lauf ausmachen.

Die Schlammgruben, Kletterpassagen über Heuballen und – ganz neu in diesem Jahr – der große, grüne Container voll mit rosa Schleim. Der Boden auf dem Utopion-Gelände in Bexbach, trotz Sonnenschein immer noch aufgeweicht vom Regen der vergangenen Tage, tut zwar auch sein Übriges, aber spätestens zur zweiten Runde geht all der Schlamm und Morast doch an die Substanz.

„Das Matschloch unter der schwarzen Folie war hart. Am Anfang hat man dort gar nichts gesehen“, sagt Peter Serwe aus Lebach. Bis weit über die Hüfte überzieht eine brackigbraune Kruste aus Schlamm und Schleim sein rosa Hasen-Kostüm. Denn auch das gehört zum Toughrun, dass sich die Teilnehmer trotz aller Anstrengungen selbst nicht ganz so ernst nehmen. Da quält sich ein Trupp Römer samt Helm und Umhang über die Strecke, ein paar Meter weiter robben Neandertaler durch den Schlamm und Borat, die Kunstfigur des britischen Komikers Sasha Baron Cohen, macht sich gleich zu neunt auf den Weg.

„In erster Linie soll das eine Spaßveranstaltung sein“, sagt auch Veranstalter Julian Blomann von der Event- Agentur Erlebnisraum. Es ist die dritte Auflage des Toughrun und mit 500 Teilnehmern die bisher größte.

„Wir konnten die Teilnehmerzahlen jedes Jahr fast verdoppeln“, sagt Blomann. Es hätten vermutlich sogar noch mehr sein können, doch sie wollen nichts überstürzen: „Wir wollen ein langsames, organisches Wachstum.

Das bringt ja nichts, wenn wir auf einen Schlag 1000 Teilnehmer haben. So merken wir, wo es passt und wo nicht und können dann reagieren.“ Und nächstes Jahr noch einmal größer werden. Zumal der Anteil der „Wiederholungstäter“ stetig steigt.

Auch die Gruppe um Steffen Klesen und Achim Caspar, die gemeinsam beim FV Eppelborn Fußball spielt, wird wiederkommen: „Es war unser erstes Mal, aber wir sind auf jeden Fall wieder dabei“, sagt Klesen. Vielleicht werden auch noch einmal die Läufer mit den rotweißen Weihnachtsmann- Mützen wiederkommen.

Und auch Christian Sagadin aus Niederlinxweiler wird wohl wieder dabei sein. Er war am Ende der Schnellste über die 11,7 Kilometer. Ganz ohne Kostüm, aber nicht minder begeistert: „Das Ganze hier ist ein richtig geiler Lauf. Die Hindernisse sind teilweise mit den einfachsten Mitteln gemacht, sind aber einfach super.“ Und im Ziel war dann auch die Euphorie wieder zurück.

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