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So war's bei der Fernsehsitzung der Saarbrücker „M’r sin nit so“

Eklat bei der Fernsehsitzung der Großen Saarbrücker Karnevalsgesellschaft „M’r sin nit so“ in der Saarbrücker Saarlandhalle. Kult-Schreckschraube Elfriede Grimmelwiedisch hatte den Gesellschaftspräsidenten Roman Hauf mit einer fingierten Durchsage vom Elferratspult gelockt. Um dann von dessen Platz aus die Veranstaltung mit Schunkeln und Gesang aufzumischen.

„Mir fahre mem Schiffsche“ und „Mein Hut, der hat drei Ecke“ brachte sie durch, dann hatte Hauf das Spiel durchschaut und verfügte: „Hausverbot für die Grimmelwiedisch!“ Der traditionelle Schlussauftritt der schrägen Dame aus Kaltnaggisch war damit abgeblasen.

Entspannt sah sich Ministerpräsidentin Annegret Kramp- Karrenbauer das Geschehen an. Sie war in einem bunten Feder-Kostüm gekommen. Sticheleien gegen sie und ihr Kabinett gab es von der Bühne kaum. Wesentlich mehr witzelten die Karnevalisten über die Probleme von Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz.

Die war ganz im Zeichen der anstehenden Fußball- Weltmeisterschaft in Brasilien als Zuckerhut verkleidet: gelb-grünes Karnevalskostüm am Leib, kleine Pokale und Fußbälle in der Frisur. „Der Britz geht der Strich gegen den Strich, deshalb wird er gestrich“, resümierte Entertainer Schorsch Seitz die aktuelle Sperrbezirks-Debatte. Auch die NSA-Affäre war für ihn topaktuell: „Angela hat wichtige Daten gelöscht, unser Altmaier wusste aber Rat: ,Ich habe die Sicherheitskopie der NSA.’“

Selbstverständlich gab es auch Pointen gegen den Protzbischof, unter anderem von den „Frohsinns-Krätzjer“, die singend auch den mutmaßlichen Steuersünder Uli Hoeneß auf die Schippe nahmen. Für die saarländische Sprache machte sich Hausmeischda Willi Jost stark. Moderne Begriffe mag er nicht und so wetterte er: „Kaffee heißt jetzt ,Togo’“. Und damit das Ganze für Deutsch und Saarländisch Sprechende noch unverständlicher werde, spreche man das dann noch „Tu- Gou“ aus.

Frisch auch der Büttennachwuchs: Felix Schäck gab sich als Fahrschüler, „M’r sin nit so“- Eigengewächs Fabienne Müller war schon weiter, präsentierte gekonnt und lustig ihren ersten Blechschaden. Und „Fidelius“ Christoph Lesch referierte singend zum Ur-Fastnachtslied „Humba Täterää“, präsentierte den Gassenhauer sogar in der Melodie des „Gangnam-Style“.

Weiter gab es allerhand sehenswerte Tänze, wie die „Muppet Show“ der Männer- Bewegungs-Therapie-Gruppe und „Nimmerland in Piratenhand“ der Aktivengarde. Als Schlussnummer kündigten die Sitzungsleiter Ramon Gechnindzjani und Björn Busch dann Jogi Becker und Wendelin Karb als kleinsten Elferrat der Welt an.

Also tatsächlich kein Erbarmen mit der Grimmelwiedisch? Doch, Gesangseinlage und Hausverbot waren von Anfang an geplant gewesen, und so durfte sie mit ihren „AAAttacken“ zum Schlussakkord ansetzen. Und pickte noch einmal kurz gegen die Landesmutter: „Du musst dich nicht mehr anstrengen, die erste Audienz beim Papst hatte ich.“ Topaktuell war dann auch ihr Kommentar zu den Diätenerhöhungen im Bundestag: „Frau Ferner hat sich ein neues Kostüm geleistet.“

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