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So war's beim 37. Stadtfest in der St. Ingberter City

Ja, da schauten die Eltern vieler junger Besucher, die am Samstagmittag hinterm „Bermuda- Dreieck“ ihr eigenes kleines Fest mit Kinderprogramm besuchen wollten, bang zum Himmel. Immer wieder mussten die Regenschirme gezückt, die Fotoapparate eingepackt werden.

Doch was die Großen noch hat zögern lassen, ließ die Kleinen kalt. Regen? Na und! Es machte doch nichts, wenn beim Entchen- Angeln, beim Geschicklichkeitsspiel mit der Kugel oder beim Zaubern auf der Bühne die Luft etwas feuchter war. Und wenn man dann noch sein eigenes Steckenpferd basteln konnte, nachdem man sich die „Präriehühner“ angeschaut und sich das geeignete Aussehen als Indianer beim Schminken verpasst und mit dem entsprechenden Kopfschmuck ausgestattet hatte, war der Aufbruch der Kinder in den Wilden Westen nur noch eine Frage der Zeit. Für die Jüngsten war alles in Ordnung. Es konnte nichts mehr schief gehen. Die Eltern entspannten sich, die Sprösslinge waren glücklich.

Auf St. Ingberts „Meile“ spielten sich gegen halb fünf am Nachmittag die Musiker des Musikvereins Rentrisch vor fast leeren „Zuschauerrängen“ warm, was aber nicht an deren Spiel lag. Eher an einem anderen, das im fernen Brasilien stattfand und von vielen potenziellen Ingobertusfest- Besuchern meist noch daheim geschaut wurde. Doch ein kleines Mädchen vor der Engelbertskirche hielt den Blasmusikern die Treue und klatschte und tanzte eifrig mit.

Die Tanzschule Fess hatte sich gegen 17 Uhr entschlossen, ihren Auftritt mangels Publikums ausfallen zu lassen, auf dem Maxplatz sangen und spielten „Fisherman und der Kaffeehäusler“ gegen den Fußball und den Regen an. Erste „Eisbrecher“ ließen sich eine halbe Stunde nach Beginn des Auftritts blicken. „Eigentlich sollte jetzt was Ruhiges kommen, aber wenn ich mir das so anschaue, dann rocken wir jetzt erst einmal die Bühne“, so Sänger Axel Schweizer, „wenn man mit einem Klavier überhaupt die Bühne rocken kann.“ Die beiden konnten. Gegen 19 Uhr dann folgende Ansage: „Jetzt, wo so um die 20 Besucher da sind, lohnt es sich schon, guten Abend zu sagen. Bitte drängeln Sie nicht. Es gibt für jeden was zum Zuhören.“ Zwei Stunden später hatte sich der Platz reichlich gefüllt, die Bänke waren von den letzten Regentropfen befreit worden und das Publikum hing an Axel Schweizers Lippen und sang begeistert mit.

Und auch andere Ecken der Stadt und die Fußgängerzone hatten sich stetig gefüllt. Die Mischung von Vereinen und Restaurants, von Einheimischen und Auswärtigen, die sich zwischen Getränken von Apfelschorle bis Party-Cocktail entscheiden mussten, von Weihnachtsmännern (beim Round Table) und dem traubenbehangenen Bacchus bei den Radebeuler Partnern, der Mix zwischen klassischer Big-Band-Musik und Rock, war das, was das 37. Ingobertusfest, wenn auch etwas später am Tag, wieder zu einem Anziehungspunkt für die Region machte.

St. Ingbert lag am Samstag definitiv irgendwo zwischen Brasilien und Wildem Westen, und doch im Saarland. Mittendrin.

Polizei spricht von einem ruhigen Verlauf des Stadtfestes

St. Ingbert. Von einem insgesamt „ruhigen Verlauf“ des Ingobertusfestes spricht die Polizeiinspektion St. Ingbert. Insgesamt sei sie zu zehn Einsätzen gerufen worden, im vergangenen Jahr waren es nach Auskunft der Beamten noch mehr als doppelt so viele, nämlich 22. Von Freitag auf Samstag waren die Polizisten demnach zwei Mal wegen Körperverletzung und ein Mal wegen eines Diebstahls vor Ort. Eine Zwölfjährige, heißt es im Bericht der Inspektion, musste „erheblich alkoholisiert“ zunächst von Rettungskräften versorgt und danach ihrer Familie übergeben werden. Von Samstag auf Sonntag haben Polizisten drei weitere Körperverletzungen im Zusammenhang mit dem Stadtfest, darunter eine gefährliche Körperverletzung, aufgenommen. Bei der gefährlichen Körperverletzung handelt es sich um einen angeblichen Schlag mit einem Teleskopschlagstock auf den Hinterkopf. Die Ermittlungen dazu laufen, hieß es gestern Abend. Weiterhin nahm die Inspektion Anzeigen wegen einer Beleidigung und einer Ruhestörung entgegen. mbe

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