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So war's beim Blieskastler Oktoberfest - mit Fotos

Wenn aus der Bliesaue bei der Webenheimer Reithalle die „Blieskasteler Theresienwiese“ wird und aus einem Festzelt dort der „Bliesgaustadl“, dann weiß auch das kleinste Kind in der Barockstadt: Es ist wieder Blieskasteler Oktoberfest. Selbst die Nicht-Blieskasteler stellen es sofort fest: Wenn man die Bliesbrücke überquert, hat es den Anschein, als befinde man sich in München auf dem Stachus. Überall Trachten, Dirndl und Krachlederne, die bayrische Kleiderordnung ist für ein paar Tage in Blieskastel sozusagen Pflichtuniform.

Das zehnte Blieskasteler Oktoberfest hat nichts an Anziehungskraft verloren, das Zelt, nein, der Bliesgaustadl (2400 Sitzplätze), am ersten Abend wieder ausverkauft. Und bei diesem kleinen Jubiläum hieß es Rückschau halten: „Wir wussten vor zehn Jahren nicht, wie die Idee Oktoberfest in Blieskastel ankommt“, erinnert sich Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener. Das Oktoberfest fand damals noch auf dem ehemaligen Ix-Markt-Gelände sozusagen in der City statt. Man nimmt in Blieskastel für sich in Anspruch, der Vorreiter vieler Oktoberfeste in der Region gewesen zu sein: „Aber das Blieskasteler Oktoberfest ist und bleibt das urigste“, bekräftigte die Bürgermeisterin.

Sie vergaß dabei auch nicht Fredi Brabänder zu erwähnen, der damals mit zu den Ideengebern bei der Erstauflage war. Und auch Peter Cervi, seinerzeit Chef eines großen saarpfälzischen Bankinstituts. Er hatte die Demo-CD der Isartaler Hexen gesehen und wusste: „Die müssen nach Blieskastel!“ Und die Hexen schlugen ein: Seit zehn Jahren ist der Eröffnungsabend ausverkauft. Es gibt Fanclubs, die sogar aus dem Elsass anreisen, um die Hexen zu erleben.

„Es ist wirklich etwas ganz Besonderes, hier nun schon zum zehnten Mal in ununterbrochener Folge auftreten zu können“, stellte Hexen-Chefin Ulla Vatter (Trompete) im Gespräch mit unserer Zeitung heraus. Und die Damenband, die absolut live spielt, hat in Blieskastel sozusagen schon ein Heimspiel: Die Fans wollen die Hexen, und so braucht es auch nicht lange, bis das ganze Zelt in bester Partylaune ist. Und dann gibt es die üblichen Rituale: Da werden Schilder mit „Hey“ hochgehalten, das Publikum ist folgsam und schreit selbstverständlich an passender Stelle „hey“. „Geht's eich guat“, auch das eine der üblichen Fragen, bevor die „Krüge hoch“ und das „Prosit der Gemütlichkeit“ intoniert werden. Immer wieder will man „die Hände sehen“, wobei das Mitsingen des Refrains kräftiger sein müsste („Geht das auch noch a bisserl lauter?“).

Und beim Trinken der Maßkrüge braucht sich auch niemand Sorgen zu machen: „Mit dem Biertrinken leisten Sie einen Beitrag zur saarländischen Biersteuer und damit auch zur Konsolidierung des saarländischen Haushalts“, ließ Finanzminister Stefan Toscani die Oktoberfestgäste wissen. Er hatte zuvor den Fassbieranstich zur Eröffnung des Blieskasteler Oktoberfestes vorgenommen. Aber das Bier wollte nicht fließen, der Finanzminister musste mehrfach kräftig zuschlagen, bevor man auch in Blieskastel rufen konnte: O'zapft is!“. Die neue Oktoberfest-Wirtin, Kerstin Kohler von einer Saarbrücker Event-Agentur, war mit dem Eröffnungsabend sehr zufrieden: „Das Zelt ist voll, die Stimmung ist prächtig, was will man mehr“, so die Zeltwirtin.

Am Samstag gab es Stimmung mit der Band „Freibier“, und am kommenden Wochenende geht das Blieskasteler Oktoberfest in die zweite Runde (Freitag und Samstag 24. und 25. Oktober) mit den Partykracher-Bands Wips und Frontal. Der Samstag ist bereits wieder ausverkauft, für den Freitag gibt es noch Karten.


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