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So war's beim Rocco del Schlacko 2012 - Mit Fotos

Knapp 24 000 Besucher kamen am Wochenende an den zwei Festivaltagen zum Rocco del Schlacko.

Knapp 24 000 Besucher kamen am Wochenende an den zwei Festivaltagen zum Rocco del Schlacko.

Püttlingen. So zufrieden erlebte man Thilo Ziegler in den vergangenen Jahren selten. Der Organisator des Rocco del Schlacko, des größten Rockund Pop-Festival an der Saar, hatte diesmal bei allen Entscheidungen ein glückliches Händchen, das Festival auf dem Sauwasen in Püttlingen-Köllerbach war schon knapp zwei Monate vor dem Start ausverkauft. Somit stemmte Ziegler binnen fünf Wochen zwei erfolgreiche, ausverkaufte Open Airs in der Region: Anfang Juli das Electro Magnetic im Weltkulturerbe Völklinger Hütte und jetzt Rocco del Schlacko.

Obendrein konnte er sich über prominenten Besuch freuen. Am Samstagnachmittag schaute Bundesumweltminister Peter Altmaier in Begleitung der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer vorbei. Sie begutachteten die Naturund Umweltschutzmaßnahmen auf dem Festivalgelände. Bei seinem Rundgang erzählte Altmaier, dass er vor vielen Jahren, als er noch privat Festivals besuchte, wesentlich mehr Müll gesehen hätte.




Im Rahmen der anschließenden, nur mäßig besuchten Podiumsdiskussion sprach er mit Besuchern einerseits über die Nachhaltigkeit auf Festivals, andererseits über die aktuellen umweltpolitischen Themen Atomausstieg und Energiewende. Feiern, Umweltschutz und politisches Interesse schließen sich eben nicht aus.

Aber das Hauptinteresse der laut Polizei 24 000 Besucher an den zwei Tagen lag natürlich beim Feiern und bei der Musik. Die stilistische Bandbreite war im Vergleich zu den Vorjahren geringer. Hip-Hop und Electro waren in den Hintergrund, die Gitarrenmusik in den Vordergrund gerückt. Immerhin servierte Casper eine kleine Prise Hip-Hop. Legte der Rapper (Hit: „So perfekt“) vor einigen Wochen beim luxemburgischen Rock-A-Field-Open Air noch einen mäßigen Auftritt hin, wusste er auf dem Sauwasen besser zu gefallen. Der Mix aus Sprechgesang, Rock und Hardcore kam beim Publikum bestens an. Während Casper zum ersten Mal auf dem Rocco spielte, waren die Rocker von den Donots zum fünften Mal zu Gast. Von Mal zu Mal werden sie besser und ziehen mehr Leute vor die Bühne. Selbige musste eigens der Berliner Rock-Band Beatsteaks wegen vergrößert werden. Sonst hätte ihre 120 Quadratmeter große LED-Leinwand keinen Platz mehr gefunden. Die Beatsteaks waren nicht nur wegen des grandiosen Beastie-Boys-Covers „Sabotage“ die verdienten Tagessieger am Freitag, auch wegen ihrer Rock-Gassenhauer wie „As long as you sing.“




Samstags waren dies die US-amerikanischen Punkrocker Social Distortion, die deutschen Senkrechtstarter Kraftklub („Songs für Liam“) und die Metal-Band Korn. Letztere hatte Besuch: vom Mannheimer Komiker Bülent Ceylan, Fan und auch längst ein Freund der Band. Er stürmte vor dem letzten Song auf die Bühne und schrie „Saarland, Ihr seid so geil“ ins Mikrofon. Aha.

Kurz darauf hatte der zweitägige Musikmarathon ein Ende. Ziegler dachte zu diesem Zeitpunkt bereits über das kommende Jahr nach – wohl darüber, wie er das Niveau mindestens halten könnte. Nichts wäre jetzt wohl schlimmer als Stagnation. Wobei ein Besucher noch am Nachmittag lauthals sang: „Das Schlimmste ist, wenn das Bier all’ ist.“ Es kommt eben immer auf den Standpunkt an.

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