A8 Saarlouis Richtung Neunkirchen Zwischen Dreieck Friedrichsthal und AS Elversberg Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn (17:16)

A8

Priorität: Sehr dringend

1°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
1°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

So will die Stadt Saarbrücken das Mühlenviertel attraktiver machen

Ein Blick in die Mozartstraße. Sie soll im Bereich des Stadtbades mit
neuen Bürgersteinen und Bäumen umgestaltet werden.

Ein Blick in die Mozartstraße. Sie soll im Bereich des Stadtbades mit neuen Bürgersteinen und Bäumen umgestaltet werden.

Nirgends in Saarbrücken wohnen so viele junge Menschen wie im Mühlenviertel zwischen Dudweiler Straße, Kaiserstraße, Ursulinenstraße und dem Übergang zum Meerwiesertalweg. Neben vielen jungen Studenten sind es vor allem Menschen zwischen 25 und 44 Jahren, die hier leben. „Die jungen Erwachsenen machen 53 Prozent der Einwohner des Mühlenviertels aus. In der gesamten Stadt sind es im Schnitt dagegen 27 Prozent“, rechnet Saarbrückens Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer vor. Der Nachteil einer so jungen Bevölkerung mit wenig Kindern und älteren Menschen: Sie ziehen bald wieder weg.

Um die Menschen zum Bleiben zu animieren und auch ältere Leute anzuziehen, müsse die Wohnqualität stark verbessert werden. Es fehle „Umfeldqualität“, wie es die Baudezernentin nennt. „Es gibt keine Orte zum Verweilen.“ Das soll sich ändern.

Der Umbau des Stadtbades zum Bürgerzentrum mit der Kita, den Angeboten für Ältere, dem Bürgerzentrum für Jedermann und dem offenen Park sei ein wichtiges Schlüsselelement, damit sich die Leute mit ihrem Viertel identifizieren. Daneben will die Stadt das Viertel in kleinen Schritten verschönern. Etwa mit der bereits gebauten Ampel an der Richard-Wagner-Straße/Sulzbachstraße, die das Mühlenviertel mit der Innenstadt verbindet. Oder den geplanten behutsamen Verschönerungen an den Rändern des Beethovenplatzes und vor der Synagoge. Ein weiterer kleiner Baustein sei die Mozartstraße, die im Bereich des Stadtbades mit neuen Bürgersteigen und Bäumen umgestaltet werden soll. „Für Pläne im größeren Umfang müssten uns erhebliche Mittel im Haushalt zur Verfügung stehen“, begründet Wandel-Hofer. Doch das sei nicht der Fall. Deshalb kann man wohl eher von einer langfristigen Strategie für das Viertel reden.

Dabei sind vor allem die privaten Eigentümer gefragt. Denn ein großes Problem seien die Baulücken überall im Viertel, die bisher wenig genutzt seien. Die sollen zunächst ausgehend vom Stadtbad entlang der Sulzbachstraße geschlossen werden. Die Fertigbau Laux GmbH baut in eine der Baulücken bereits ein Mehrfamilienhaus mit 36 Wohnungen inklusive einer Tiefgarage mit 96 Plätzen. „Wir hoffen, dass wir dadurch und durch den Umbau des Stadtbades mehr Investoren finden, die aus ihren Grundstücken im Mühlenviertel mehr machen als bisher“, erläutert Wandel-Hoefer.

Ein anderes Problemkind ist der nördliche Ausgang des Mühlenviertels. Mit dem Fernbusbahnhof werde das Gebiet bereits aufgewertet, meint die Baudezernentin. Außerdem will sich ein hochwertiger Einzelhändler für Möbel ansiedeln. Weitere Pläne gibt es nicht. Das Problem: die Vorhalteflächen für die Nordtangente. „Die Pläne stammen aus den 90er Jahren. Damals wurden dafür große Flächen blockiert. Das entspricht heutiger Verkehrsplanung aber nicht mehr.“ Zwar halte die Stadt an der Nordtangente fest, die Pläne müssten aber noch einmal überarbeitet werden.

Die Möglichkeit, das Mühlenviertel zum Sanierungsgebiet zu erklären wie vor 20 Jahren das Nauwieserviertel und damit die Eigentümer zu verpflichten, die Häuser aufzuwerten, schließt Wandel-Hoefer dagegen aus. „Hier herrschen nicht solche Missstände wie vor 20 Jahren im Nauwieserviertel“, betont sie. Sie hofft im Mühlenviertel auf die freiwillige Beteiligung.

Doch das sind erst einmal alles Ideen. Die Baudezernentin: „Das Stadtbad ist ein wichtiger Impuls für das Viertel und Ausgangspunkt dafür, dass sich das Viertel entwickelt.“ Der Umbau soll bis Ende 2015/Anfang 2016 abgeschlossen sein. Die Fertigbau Laux GmbH investiert dort 21 Millionen Euro.
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein