L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Softair-Waffen sind kein Spielzeug

Saarbrücken. Mancher wird erst aus Schaden klug. Wie Cornelia Schmidt (Name geändert), die ihrem 14-jährigen Sohn kürzlich eine Softair-Pistole gekauft hat. Diese Schießgeräte, die ab 25 Euro kosten, arbeiten mit Druckluft oder Gas. Man kann mit ihnen Plastikkügelchen – in der Regel mit sechs Millimetern Durchmesser und oft mit roter Flüssigkeit gefüllt – auf einige Meter genau ins Ziel bringen. Bei Spielen wie „Gotcha" oder „Paintball" werden Softair-Waffen benutzt, um die Spielgegner zu treffen.
Zu so einem Spiel waren kürzlich auch der 14-jährige Sohn von Cornelia Schmidt und vier Kameraden in den Wald ausgerückt. Zuvor hatte der Verkäufer im Waffengeschäft der Mutter mit auf den Weg gegeben: „Jawohl, solche Waffen sind auch für Heranwachsende zugelassen." Man dürfe sie jedoch in der Öffentlichkeit nicht zeigen. Als aber die fünf Möchtegern-Cowboys aus dem Wald herauskamen und mit ihren Pistolen nach Hause gehen wollten, gab es Ärger. Die Polizei beschlagnahmte die Druckluftwaffen. Es wurden die Personalien aufgenommen, Verwarnungen ausgesprochen. Nun sei mit Ordnungsstrafen oder alternativ mit sozialem Dienst für die Jugendlichen zu rechnen.

Cornelia Schmidt gegenüber unserer Zeitung: „Wenn ich gewusst hätte, welche Konsequenzen das Spiel mit diesen Pistolen hat, hätte mein Sohn das Ding nie gekriegt." Ihr Wunsch: Die Zeitung solle doch darüber aufklären, was es mit den Softair-Waffen auf sich habe, damit sich die Eltern rechtzeitig überlegen könnten, ob sie ihren Kindern so etwas zu Weihnachten schenken sollen.

Horst-Peter Schäfer, Sprecher der saarländischen Polizei, weist drauf hin, dass es mehrere Klassen von Softair-Waffen gibt: „Das hängt von der Energie ab, mit der ein Geschoss durch den Lauf getrieben wird." Ab 7,5 Joule aufwärts sei jedenfalls ein Waffenschein erforderlich. Über 0,5 bis 7,5 Joule dürften Softair-Pistolen an Personen über 18 Jahren ohne Waffenschein abgegeben werden. Unter 0,5 Joule dürften Heranwachsende ab 14 damit umgehen. Geschossen werden darf nur innerhalb eines befriedeten Geländes, wo sichergestellt sein muss, dass die Kugeln das Gelände nicht verlassen. Daneben ist laut Schäfer aber das Führen einer solchen Waffe in der Öffentlichkeit verboten. Ein Transport sei möglich im Kofferraum eines Autos, während die Munition im Handschuhfach aufbewahrt werde. Wenn dagegen verstoßen werde, müsse die Polizei einschreiten. Besonders problematisch sei auch die täuschende Ähnlichkeit des Spielzeugs mit echten Waffen.

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