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Sommer im Saarland - war er gut oder schlecht?

Saarbrücken. Noch einmal in der Sonne auf dem St. Johanner Markt sitzen oder Zuhause den Schwenker anwerfen. Auch wenn uns der September noch einige Sonnen-Momente beschert – die Tage des Sommers 2009 sind nun gezählt. Die Meteorologen, seit einigen Jahren zunehmend auf alle erdenklichen Anzeichen für einen Klimawandel fixiert, sprechen mal wieder von einem ungewöhnlichen Sommer: Der Juni sei zu kühl gewesen, der Juli zu nass, der August zu warm und zu trocken. Doch was sagen eigentlich die Saarbrücker, die vom Sommer leben?

Die Schwimmbadbetreiber, Eisverkäufer und Schwenk-Meister? Rainer Hück von der städtischen Bäderbetriebsgesellschaft (BBS) hat die Besucherzahlen der Freibäder in Brebach-Fechingen, Altenkessel, Dudweiler und im Totobad bilanziert und ist mit der Saison 2009 durchaus zufrieden: „Insgesamt 300 000 Besucher – das ist deutlich mehr als in den beiden Vorjahren. Und das, obwohl wir diesmal erst Ende Mai die Bäder geöffnet haben“. Tatsächlich startete der Sommer in diesem Jahr sehr zögerlich. Konstanten Sonnenschein gab’s eigentlich erst ganz zum Schluss. Kaum verwunderlich also, dass fast die Hälfte aller Plantschwütigen in diesem Sommers erst im August in die Schwimmbäder zogen.

Vom großen Sonnen-Endspurt profitierte auch die Gemeinde Kleinblittersdorf. Fast 30 000 Badegäste habe man gezählt, berichtet Bürgermeister Stephan Strichertz. Das ist fast ein Drittel mehr als 2008. Alles in allem zufrieden dürften auch die Saarbrücker Metzger gewesen sein. Der Sommer als Höhepunkt der alljährlichen Grill-Saison ließ sie auch in diesem Jahr nicht im Stich. „Im Vergleich verlief der Grillfleisch-Verkauf völlig normal – wie all die Jahre zuvor“, berichtet der Geschäftsführer der saarländischen Fleischerinnung Markus Strauß. Im Mai stehe der schwenker-geneigte Saarländer bereits in den Startlöchern.

Ein kleiner Einbruch beim Grillgut-Absatz sei in der Schulferien-Zeit zu verzeichnen gewesen. Der schöne August aber habe letztlich jedoch zu einer absolut passablen Bilanz geführt. Von „absolutem Durchschnitt“ spricht auch der Betreiber des Ulanenpavillon Manfred Becker. Bei ihm am Staden, dem Klassiker der Biergärten, macht man sich um das Wetter wenige Gedanken: „Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es in jedem Sommer sechs schlechtere Wochen gibt. Die sind immer unterschiedlich verteilt. In diesem Jahr fielen sie eben auf den Juli.“ Insgesamt gleiche es sich aus, so dass die Umsätze über die vergangenen Sommer hinweg konstant geblieben seien. Kaum anders zeigt sich die Situation bei den Eisverkäufern: Ein „normales Jahr“ sei 2009 gewesen,, sagt Romeo Canal vom Eiscafé Cappuccino. „Der August war gut, Juni und Juli liefen eher schlecht.“

Aber wo, wenn nicht im Eiscafé, Freibad oder Biergartern, haben sich die Saarbrücker in den Monaten Juni und Juli herumgetrieben? Im Kino? „Dieser Sommer war nicht schlecht für uns“, sagt der Theaterleiter des Saarbrücker Cinestar Kinos Michael Grundmann. „Wir hatten das Glück, dass Blockbuster wie „Harry Potter“ und „Ice Age“ anliefen. Nun sind die sonnig-warmen Monate also bald vorbei. Spätestens im Winter wünschen wir ihn uns dann wieder, den Sommer. So ungewöhnlich oder normnal er auch immer sein mag. 
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