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Sonniges Wetter stellt saarländische Gastronomie auf die Probe

Der Frühling stellt die Saar-Gastronomen vor Herausforderungen.

Der Frühling stellt die Saar-Gastronomen vor Herausforderungen.

Der Hunger auf Licht und Wärme war groß bei den Saarländern. Als am vergangenen Wochenende die Temperaturen in die Nähe von 20 Grad Celsius stiegen, schwärmten die Menschen aus und verteilten sich auf die sonnenbeschienenen Stühle vor den Bars, Cafés und Eisdielen. Von einem auf den anderen Tag war der Besucherandrang um ein Vielfaches gestiegen. Grundsätzlich positiv für die Betreiber – mehr Besucher, mehr Geld. Doch der Andrang muss auch gestemmt werden. „Die Gastronomie im Saarland ist bereit“, sagt Jürgen Becker, Ausschussvorsitzender für Restaurants und Gaststätten des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands: „Jeder, der ein Sonnenfleckchen hat, reagiert auf das Wetter.“ Auch alle Eisdielen haben bereits geöffnet. Unvorbereitet trifft der unverhoffte Frühling die saarländischen Betreiber ohnehin nicht. Ein geringes Kontingent an Außenbestuhlung ist immer vorhanden.

„Viele Bars und Cafés haben auch im Januar schon Stühle nach draußen gestellt“, bemerkt Becker. Sowieso sei der momentane Andrang nicht mit dem Sommer zu vergleichen. Sobald die Sonne weg ist, ist es zu kalt. Das Geschäft wird also hauptsächlich mittags und am Nachmittag gemacht. „In Saarbrücken sind zum Beispiel Alex, Tante Maja und Kulturcafé die Anlaufstellen, die lange Sonne haben. Andere haben das nur wechselseitig“, sagt Becker. Dabei seien viele Betriebe sehr professionell und haben wenig Probleme mit der gestiegenen Nachfrage. Besonders auf der Berliner Promenade tummelten sich in dieser Woche die Sonnenanbeter. Dort, wo die Besucher wegen der Baustelle lange Zeit ferngehalten wurden.

„Die Gastronomie an der Promenade ist sehr jung und steht vor einer großen Herausforderung“, erklärt Jürgen Becker, „teilweise hat sie wenig Erfahrung mit dauerhaftem Schönwetterbetrieb. Dafür braucht man das nötige Know-How“. Der plötzliche Frühlingsbeginn hat sie nun auf die Probe gestellt. Im ganzen Saarland wurde improvisiert, zum Beispiel schnell weitere Stühle beigefahren. Für manchen Betrieb führte das zu Problemen. Ein Beispiel: Wenn eine Eisdiele normalerweise mit einer Servicekraft fünf Gäste im Haus bedienen kann und von einem auf den anderen Tag plötzlich 25 Besucher vor der Tür sitzen hat.

„Für dieses Wetter muss man Einiges verändern. Man braucht mehr Personal: Order- Männer, die die Bestellungen aufnehmen und Läufer, die bedienen“, erläutert Becker. Das Personal muss weitere Wege gehen, deshalb schneller laufen und den Service etwas einfacher gestalten. Auch die Speisekarten müssen angepasst werden. Das Menü wird beispielsweise salatlastiger, weil Salat im Winter sehr teuer ist. Ist das geschafft, kann der Frühling richtig kommen.

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