Meldung aufgehoben: Saarland. B41. Gefahrenstelle durch defektes Fahrzeug auf der Johannisbrücke in Fahrtrichtung BAB 623, AD Friedrichsthal. (14:06)

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„Sonntage wirken sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus“

Hat Karlsruhe dem Profitdenken des Einzelhandels ein wenig die Grenzen aufgezeigt?

Pellengahr: Nein. Der Einzelhandel ist weit davon entfernt, alles dem Profit unterzuordnen. Wir wollen ja lediglich einzelne verkaufsoffene Sonntage über das Jahr verteilt haben. Und das bleibt auch nach dem Urteil möglich.

Warum sind ausgerechnet die Adventssonntage bisher für ihre Branche so wichtig gewesen?

Pellengahr: Es geht um Berlin. Hier sind Tausende von Touristen in der Stadt, hier ist es am Sonntag so voll wie anderswo an Freitagen oder Samstagen. Von Ruhe und Beschaulichkeit kann da keine Rede sein. Die Sonntagsruhe in Berlin wird durch den Einzelhandel daher am allerwenigsten gestört. Aber das Urteil ist nun gesprochen. Und danach kann es künftig immerhin noch einzelne verkaufsoffene Adventssonntage mit entsprechender Begründung geben. Positiv ist auch, dass es kein Verbot im laufenden Weihnachtsgeschäft gegeben hat.

Die Gewerkschaften sehen in dem Urteil auch einen besseren Arbeitnehmerschutz. Sehen Sie das auch so?

Pellengahr: Nein. Es melden sich mehr Beschäftigte für die Sonntagsarbeit als tatsächlich eingesetzt werden können. Das hat zu tun mit den Zuschlägen von hundert Prozent, die Mitarbeiter am Sonntag auch noch steuerfrei erhalten.

Sind durch die verkaufsoffenen Sonntage neue Arbeitsplätze entstanden?

Pellengahr: Sicherlich. Die Sonntage haben einen positiven Einfluss auf die Beschäftigungslage im Einzelhandel.

Viele kleinere Betriebe können sich Öffnungszeiten am Sonntag gar nicht leisten. Ist das nicht eine Wettbewerbsverzerrung?

Pellengahr: Nein, es sind gerade die kleineren Betriebe, die die geringeren Personalkosten haben, die viel leichter am Sonntag öffnen können. Die großen Unternehmen mit vielen Beschäftigten und Mitarbeitervertretungen haben eher Probleme, die Zustimmung zu einer Öffnung zu bekommen. Das ist keine Frage von Groß und Klein, sondern eine Frage des Standorts.

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