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„Sonntags ans Schloss“: Erfolgsgeschichte mit 35 000 Fans

Die Sonntags-ans-Schloss-Konzerte lockten viele Besucher ans Schloss.

Die Sonntags-ans-Schloss-Konzerte lockten viele Besucher ans Schloss.

Mit einer gut besuchten und viel beklatschten Soiree ging am Wochenende die Saison 2016 von „Sonntags ans Schloss“ zu Ende. Nachdem der ohnehin bereits seit Dekaden starke Zuspruch der eintrittsfreien Open-air-Konzerte erst 2015 deutlich gestiegen war, kann der künstlerische Leiter Claude Adam-Brettar vom Kulturforum des Regionalverbands in diesem Sommer eine weitere Steigerung vermelden. Mindestens 35 000 Musikfreunde seien insgesamt gekommen, so Adam-Brettar, darunter immer mehr Besucher auch aus Elsass-Lothringen, Luxemburg und Rheinland-Pfalz. Als persönliche Highlights 2016 nennt er bei den Matineen die Lisa Lystam Family Band aus Schweden und bei den Soireen die Berliner Crossovertruppe Bukahara.

 

Kein Wunder, dass Adam-Brettar 2017 in gewohnter Manier weitermachen will. Auch finanziell soll alles im bekannten Rahmen (aktuell 65 000 Euro) bleiben. Die Dreiteilung aus den Matineen mit Blues (11 Uhr), der Reihe „Kids“ (15 Uhr) mit Kindertheater und schließlich den Soireen um 18 Uhr soll bleiben. „Die Soireen haben sich weiter stabilisiert, an manchen Terminen waren bei Matinee und Soiree jeweils 2000 Leute da“, sagt Adam-Brettar.

 

„Eher akustische Sachen“ wie seit 2016 soll es abends weiterhin geben, mit einem bunten Crossover aus Sänger-Songschreiber-Stilistik, Folk, Klezmer, Polka bis Gypsy. Damit soll ein möglichst breites Publikum angesprochen werden.

 

Perfekt in dieses Schema passte nun auch am Sonntag das Saarbrücker Quartett „Les Cajons“ aus den lokalen Altmeistern Pete Eifel (Gesang, Rhythmusgitarre, E-Bass , Bluesharp), Wolf Giloi (Piano, Akkordeon), Matthias Segner ( E-Bass , Westerngitarre) und Norbert Küntzer (Schlagzeug, Perkussion). „Nun wieder etwas anderes...“ war hier bei der Moderation vor dem nächsten Lied häufig zu hören. Und tatsächlich reichte das Cajons-Repertoire vom Tango über Weisen mit spanischem und russischem Flair bis hin zu mannigfaltigen Songs und Chansons von David Bowie , Serge Gainsbourg , Franz-Josef Degenhardt und aus der „Dreigroschenoper“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill . Dabei schafften es Les Cajons, zum Mitklatschen zu animieren, etwa mit einem zünftigen bretonischen Trinklied. Oder mit Texten von Eduard Mörike und Rainer Maria Rilke den weiten Bogen zum Artpop zu schlagen, bei dem aufmerksames Hinhören gefragt war.

 

Mit allerlei ansprechenden Melodien aus eigener Feder und engagierter Spielfreude gelang es dem Regionalvierer, die Spannung konzertfüllend immer wieder auf ansehnliches Niveau zu heben: Im Zentrum stand die steig- und wandlungsfähige wie ausdrucksstarke Stimme des souverän mehrsprachig agierenden Pete Eifel. Das begeisterte Auditorium verlangte Zugaben.
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