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Sozialdemokrat Manfred Schwinn gewinnt die Stichwahl und wird neuer Bürgermeister

Manfred Schwinn (Mitte) lässt sich von seinen Partei-Kollegen für seinen Wahlerfolg feiern. Fotos: Thomas Seeber

Manfred Schwinn (Mitte) lässt sich von seinen Partei-Kollegen für seinen Wahlerfolg feiern. Fotos: Thomas Seeber

Eine halbe Stunde haben am Sonntag die Wahllokale geschlossen, als sich die Festhalle zu füllen beginnt. Viele kommen, um als erste zu erfahren, wer neuer Bürgermeister in der Gemeinde wird. In kleinen Grüppchen wird diskutiert. Markus Summa, in der ersten Wahl vor zwei Wochen ausgeschieden, zeigt sich als fairer Verlierer und kommt vorbei. Wie die meisten anderen will auch er sich auf kein Ergebnis bei der Stichwahl zwischen Manfred Schwinn ( SPD ) und Heiko Moutty ( CDU ) festlegen. Klar ist allerdings: Die meisten erwarten einen knappen Ausgang. Moutty ist früh da, schüttelt Hände, telefoniert. Moralische Unterstützung bekommt er unter anderem von Landessozialministerin Monika Bachmann . Manfred Schwinn erscheint mit einer Gruppe seiner Anhänger später. Auch er hat prominente Unterstützung in Person von Umwelt- und Justizminister Reinhold Jost dabei. Dann kommt Bewegung in die Halle. Wahlleiter Armin Weisgerber schreitet zum Mikro. Er beginnt mit dem Ortsteil Saarwellingen . Hier gewinnt Schwinn deutlich. Bei seinen Anhängern bricht Jubel aus. Moutty zeigt wenig Regung. In Reisbach ist es knapper. Trotzdem gewinnt Schwinn. Den Ortsteil Schwarzenholz kann Heiko Moutty für sich entscheiden. Am Ende, inklusive Briefwahl, macht Manfred Schwinn das Rennen. Er gewinnt mit 59,6 Prozent (3502 Stimmen) gegen Heiko Moutty mit 40,4 Prozent (2347). 11 170 Wahlberechtigte waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Getan haben es 5973; das entspricht einer Wahlbeteiligung von 53,47 Prozent (-5,22 Prozent).

 

Die Gratulationen beginnen. Moutty gibt zu, dass es schon eine gewisse Enttäuschung gebe. „Allerdings ist es ja selten der Fall, dass der Zweitplatzierte eine Stichwahl gewinnt“, räumt er ein. Er habe die zwei Wochen nach der Wahl auch dazu genutzt, sich „innerlich auf alles“ vorzubereiten. Jetzt gehe es weiter. „Ab Dienstag mache ich wieder meinen schönen Job in der Schule“, sagt er.

 

Manfred Schwinn steht umringt von Gratulanten. Jeder will ihm die Hand schütteln. „Mir ist ein riesen Stein vom Herzen gefallen“, gibt er zu und scherzt: „Ich hatte fast ein bisschen Angst um unseren alten Boden in der Festhalle“. Eigentlich habe er mit einem deutlich engeren Ergebnis gerechnet. Die vergangenen zwei Wochen hätten aber gezeigt, dass man im Wahlkampf „immer noch eine Schippe drauflegen“ könne. Sein Amtsantritt ist für den 1. November geplant. Dann will er sich erst mal dem Personal vorstellen, aber auch gleich loslegen. „In den letzten Monaten ist ein gewisses Vakuum entstanden das gilt es jetzt schnellstmöglich zu füllen“, sagt Schwinn. Neben dem obligatorischen Dank an die Wähler vergisst er auch die Mitbewerber nicht. „Wir hatten uns einen fairen Wahlkampf versprochen und es gehalten“, betont Schwinn. Auch dafür sage er „Danke“.

 

Meinung:

 

Der Neue muss liefern

Von SZ-Redakteur Oliver Spettel

 

Das Ergebnis steht fest. Manfred Schwinn wird neuer Bürgermeister in Saarwellingen . Es geht ein Wahlkampf zu Ende, der nicht gerade von großen Differenzen geprägt war. Gespiegelt hat das auch das knappe Wahlergebnis im ersten Durchgang. Das zeugt von der guten Vorarbeit des Vorgängers und dem richtigen Weg, auf dem sich die Gemeinde befindet. Für den Neuen ist es aber auch eine Herausforderung. Seine Aufgabe erfordert einen Spagat. Er wird Begonnenes und Bewährtes fortführen, aber gleichzeitig neue Akzente setzen und das eigene Profil schärfen müssen. Man darf gespannt sein.
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