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Sozialkaufhaus an der Gehnbachstraße öffnet auch im neuen Jahr

Nachrichten aus der Region St. Ingbert.

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St. Ingbert. Das St. Ingberter Sozialkaufhaus „Warenkorb“ ist gerettet. Gemeinsam haben der Caritasverband für die Diözese Speyer, Jobcenter, die Kommune und der Eigentümer der Immobilie am Grubenweg ein zukunftsfähiges Konzept zur Erhaltung des „Warenkorbs“ erarbeitet. „Wo uns das gelungen ist, werden unsere Sozialkaufhäuser weitergeführt“, teilte Caritasdirektor Vinzenz du Bellier mit. Wäre keine Einigung zu Stande gekommen, hätten die Türen des Kaufhauses zum 31. Dezember für immer schließen müssen, weil das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die bisher fließenden Finanzmittel streicht. In drei der sieben „Warenkörbe“ in der Diözese ist das ganz sicher der Fall, dort werden demnächst die Lichter ausgehen. Betroffen sind zum jetzigen Zeitpunkt die Standorte Ludwigshafen, Pirmasens und Neustadt an der Weinstraße. Speyer steht noch auf der Kippe, hier soll bis Anfang Dezember eine Entscheidung fallen.

Aufatmen ist dagegen in Kaiserslautern, Germersheim und eben St. Ingbert angesagt. 16 der derzeit insgesamt beschäftigten 26 Mitarbeiter behalten auf jeden Fall ihren Arbeitsplatz. „Im Saarland kommt dem Projekt auch ein neues Landesprogramm zum Thema Arbeit, das ab 2013 greift, zugute“, heißt es in einer Pressemitteilung des Caritasverbandes.

Auf seiner jüngsten Sitzung Anfang Oktober bekannte sich der St. Ingberter Stadtrat einstimmig zum „Warenkorb“ und stellte einen dreistufigen Rettungsplan auf. Gegriffen hat nun Plan C: Die Finanzmittel, die bislang vom Bund über die Jobcenter flossen, übernimmt jetzt das Land. Erleichtert reagierten der Landrat des Saarpfalz- Kreises, Clemens Lindemann, und St. Ingberts Oberbürgermeister auf die nun gesicherte Existenz des „Warenkorbs“ über das Jahr 2013 hinaus, die noch vor wenigen Wochen bedrohlich auf der Kippe stand. „Damit sichern wir ein soziales Angebot und bieten zugleich wertvolle Arbeitsplätze. Es ist sozial- und arbeitsmarktpolitisch für die Mittelstadt und den Kreis bedeutend.“

In ihren „Warenkorb“-Kaufhäusern beschäftigt die Caritas erwerbslose Frauen und Männer, die im Idealfall wieder den Sprung in den freien Arbeitsmarkt schaffen. Von mehr als 260 Beschäftigten im Jahr 2011 gelang dies etwa 16 Prozent. Verkauft werden gebrauchte Kleider, Haushaltswaren und Möbel an einkommensschwache Bürger zu sozial verträglichen Preisen. Andere Kunden zahlen erhöhte Preise.

HINTERGRUND

Die „Warenkorb“-Kaufhäuser des Caritasverbandes Speyer sind zwar auf Zuschüsse angewiesen, zwei Drittel der Finanzierung werden aber allein durch die Verkaufserlöse gedeckt. obe

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