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Spardiskussion sogar Thema beim Winterball der Saar-Uni

Die Jugendtanzgruppe „iMoves“ des Staatstheaters hat zur Eröffnung des Winterballs der Saar-Hochschulen modern inszenierte Tanzgefechte gezeigt. Und stimmte damit die rund 1500 Gäste in der Saarbrücker Congresshalle auf die Diskussion um die vom Wissenschaftsrat geforderten Einsparungen ein. Zwar sollte das Feiern bei dem Ball im Vordergrund stehen, wie im Vorfeld betont wurde.

Dennoch wurden die Grußworte von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und von Uni-Präsident Volker Linneweber mit Spannung erwartet. „In den Empfehlungen des Wissenschaftsrates sind die saarländischen Hochschulen auch sehr für ihre Leistungen gelobt worden“, betonte Linneweber. Das Gutachten müsse nun im Rahmen der Hochschulrektoren-Konferenz kritisch diskutiert werden, so Linneweber. Und: „In dieser Diskussion wird es – wie heute auf der Tanzfläche – auch den ein oder anderen Rempler geben.“ Er forderte ebenso wie Kramp-Karrenbauer die Gäste dazu auf, sich an diesem offenen Prozess zu beteiligen. „Es liegen spannende, arbeitsreiche und intensive Monate vor uns“, sagte die Ministerpräsidentin in ihrer Ansprache. Bis Mitte des Jahres sollen die Sparpläne feststehen. „Wir müssen mehr internationale Studenten nach Saarbrücken holen“, forderte derweil der EU-Abgeordnete Jo Leinen (SPD) im SZ-Gespräch. Kramp-Karrenbauer ließ es sich nicht nehmen, beim Eröffnungs- Walzer das Parkett zu stürmen – wenn auch ohne ihren sonst üblichen Tanzpartner, Ehemann Helmut: „Er hat sich zum Skifahren verabschiedet“, erklärte sie.

Tänzer mit guten Absichten

Zu den Stammgästen des Balls gehört auch SR-Intendant Thomas Kleist. Er habe den Ball der Verleihung der „Goldenen Kamera“ in Berlin vorgezogen, sagte er. Und fügte hinzu: „Ich achte darauf, dass ich beim Tanzen niemandem auf die Füße trete – das mache ich ja schon das ganze Jahr über.“

Schon wenige Minuten nach den offiziellen Reden waren alle Tanzflächen voll, die nachdenklichen Blicke, die einige Gäste zuvor zur Schau trugen, wichen der Heiterkeit. Im großen Saal lud das Günther-Matern- Orchester dazu ein, zu modernen Hits von David Guetta und Carol Emerald klassisch Discofox und Tango zu tanzen. „Brasilia – Cha cha cha“, tönte es derweil von nebenan, wo die Münchener Band Mistura Cor mit Salsa und Samba- Rhythmen Karibik-Stimmung verbreitete. Später versetzte auch das Orchestre Jean- Pierre Sauray die Gäste mit Walzern aus ihrer Heimat und deutschen Polkas in Bewegung.

Um Ball-Neulinge zu gewinnen, legte DJ Afshin erstmals in der Lounge auf. Auch die Dekoration setzte auf Verjüngung: moderne Lichttechnik, Leuchtsäulen und Spiegeleffekte. Zumindest der Hochschul-Winterball scheint so also für die Zukunft gut gerüstet zu sein.

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