L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Priorität: Dringend

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Sparkasse sieht Nordsaarlandstraße als wichtige Entwicklungsachse

Nachrichten aus der Region Merzig.

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Merzig. „Für meinen Arbeitgeber ist es von größter Wichtigkeit, über den wirtschaftlichen Werdegang im Kreis und in der Region informiert zu sein“, sagte Michael Biermann, BI-Mitglied, Architekt und Mitarbeiter der Sparkasse Merzig-Wadern, auf einem Infoabend der BI Pro Nordsaarlandstraße am Donnerstag (siehe Info). „Ohne dauerhafte zentrale Verkehrsanbindung machen wir uns ernste Sorgen um den Werterhalt zahlreicher Immobilien“, erläuterte Biermann. „Vergleiche von Imobilien- oder Grundstückspreisen zwischen Perl und einigen Hochwaldorten sprechen eine deutliche Sprache“.

Die wirtschaftliche Entwicklung folge, das wisse man aus vielen gesicherten Studien, stets den großen Verkehrsachsen. „Arbeitsplätze entstehen ausschließlich an den Lebensadern“, sagte Biermann. Die Sparkasse Merzig-Wadern verfüge über Studien, aus denen sich zwangsläufig die Notwendigkeit der Nordsaarlandstraße ergäbe. Heute sei bereits ersichtlich, dass sich gewerbliche Neuansiedler scheuen, abseits der Hauptverkehrsadern anzusiedeln. Daraus erkläre sich, dass bestimmte Gewerbegebiete auch nach Jahren nicht in die Gänge kommen. „Wenn wir dort mit Handwerkern, die unsere Kunden sind, reden, heißt es, lange An- und Abfahrtszeiten mache die Kalkulationen kaputt.“ Lege man bei diesen Unternehmern Stauzeiten in Jahresausfälle um, so ergäben sich nicht selten Beträge in sechstelliger Höhe.

Ein wichtiger Gesichtspunkt sei für Merzig und den Hochwald eine gute Anbindung an die Verkehrsströme nach Luxemburg. „Dieses kleine Land kann aus eigener Kraft und unter dem Druck des demographischen Wandels nicht selbst expandieren. Wir wissen aber aus Gesprächen mit der luxemburgischen Regierung, dass man dort in den kommenden Jahren an eine Neuansiedlung von etwa 100000 Menschen denkt“, bestätigte Biermann. Das daraus resultierende Beschäftigungspotenzial lasse sich nur über den Zustrom von Pendlern aus benachbarten Regionen regeln. Bis 2020 entstehe jenseits der Grenze ein „Speckgürtel“, an dem Merzig und der Hochwald in hohem Maße partizipieren könnten. „Wir müssen niemandem beweisen, dass funktionierende Ballungsgebiete ausschließlich an gut funktionierenden Straßen entstehen“, sagte Biermann. Und weiter: „Die Menschen wollen näher an den Wirtschaftsmotor Luxemburg heranrücken.“ Fahrzeitverkürzungen von einer Viertelstunde könnten da entscheidend sein. „Unter diesem Aspekt seitens der politisch Verantwortlichen eine Straße wie die Nordumfahrung Merzig zu verhindern, grenzt fast schon an Wahnsinn.“

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