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Sparzwang: Aus für die St. Ingberter Jazztage?

Aus der Puste: : Das Jazzfestival St. Ingbert steht auf der Kippe...

Aus der Puste: : Das Jazzfestival St. Ingbert steht auf der Kippe...

St. Ingbert. Eigentlich sollte sie Klarheit um die Zukunft des traditionallen St. Ingberter Jazzfestivals bringen, die gestrige Pressekonferenz im Rathaus der Mittelstadt. Doch am Ende blieben einige Fragen offen. Sicher scheint nur eins: Die Jazztage stehen auf der Kippe. „Nicht die ganze Veranstaltung“, betonte OB Hans Wagner mehrfach. Das Festival wird nur eben nicht so bleiben wie es die Jazzfans der Region bisher schätzten.

Doch alles der Reihe nach. Die Jazztage sind bereits seit Jahren im Fokus der Diskussion um Einsparpotenzial für die klamme Stadtkasse. Stichwort: „Zukunftspaket Stadtentwicklung“. Das schnüren die Politiker St. Ingberts seit 2010. Und dabei wurde auch stets überlegt, den Sparschraube auch beim Jazzfestival drehen, heißt es in einer Pressemitteilung von Oliver Kleis (Die Linke). Er befürwortet diesen Schritt.

Gespart wird beim Festival durchaus schon länger. Von 2010 bis 2012 wurden die Kosten von 183.000 Euro auf 135.000 Euro heruntergeschraubt. Das sei immer noch zu teuer, urteilten die Mitglieder des Kultur- und des Finanzausschusses jüngst. Ende Juni empfahlen sie mit elf Ja-Stimmen gegen vier Nein-Stimmen (Kulturausschuss) und neun Ja- zu fünf Nein-Stimmen (Finanzausschuss), das Festival 2013 auszusetzen und plädierten für einen Zwei-Jahres-Rhythmus ab 2014, sagte Marika Flierl, von der Abteilung Kultur, Bildung und Familie. Das Budget solle künftig auf 160.000 Euro angesetzt werden, und das Festival soll vier Tage dauern.

Ob das Jazzfestival so wirklich eine Zukunft hätte, darüber scheinen die Ausschüsse weniger gesprochen zu haben. „Es ging erstmal um die Kosten“, bestätigte Flierl.

Wagner: „Ich kann mir in den Zwischenjahren eine Light-Version des Jazzfestivals gut vorstellen“. Samt kleinerem Organisationsteam, kürzerer Dauer, weniger großen Künstler. Doch das sei nur eine Idee, nur eine mögliche Variante, so der OB. Es bestehe auch die Möglichkeit, das alles beim Alten bleibe. „Endgültig entscheidet darüber der Stadtrat“ – und zwar in seiner Sitzung am 2. Oktober. Sich bereits entschieden zu haben scheint sich derweil schon Peter Kleiß, also der bisherige künstlerische Leiter des Festivals. Der Jazzredakteur des Saarländischen Rundfunks sagte, dass er für den zweijährigen Turnus allenfalls beratend zur Verfügung stehen werde. „Mit dieser Reaktion hatten wir nicht gerechnet“, zeigte sich Wagner sichtlich irritiert. Es gebe aber bereits Leute, „die signalisiert haben, bei der Neukonzeptionierung mitzuhelfen“. Ein Name, der derzeit gehandelt wird: Elmar Peiffer, der Ex-Kulturamtschef. Ob er einer der Kandidaten sei, wollte Wagner explizit nicht verneinen.

Aber wie steht’s jetzt konkret ums Festival 2013? Wagner: „Es soll unbedingt stattfinden. Warum nicht als Light-Version?“ Kleiß zeigte sich bereits vergangene Woche weniger optimistisch. Für die Buchung der Künstler fürs kommende Jahr sei es wohl schon zu spät.

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