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Sparzwang: Droht im Saarland ein Bildungs-Kollaps?

Saarbrücken. Die Saar-Universität warnt angesichts der anhaltenden Spardebatte im Saarland vor einem Zusammenbruch des Bildungsniveaus. Werde der Rotstift bei Bildung und Wissenschaft angesetzt, „befürchten wir eine unausweichliche Bildungsimplosion im Saarland“, sagt Universitäts- Präsident Volker Linneweber. In einem neunseitigen Positionspapier, das der SZ vorliegt, fordert das Uni-Präsidium jetzt die Landesregierung dazu auf, sich zu den Sparmaßnahmen zu erklären und Rahmenbedingungen anzugeben, wie sich die Hochschulen im Saarland entwickeln sollen. „Um vernünftig planen zu können, brauchen wir klare Ansagen vom Land“, so Linneweber.



180 Millionen Euro im Jahr für 18 000 Studienplätze

Das Uni-Präsidium fordert in dem Papier Aufklärung darüber, wie viele Studenten künftig an der Hochschule studieren sollen. Derzeit werden mit den Landesmitteln von rund 180 Millionen Euro im Jahr etwa 18 000 Studienplätze finanziert. Sollten die Mittel nicht erhöht werden, müsse man die Studentenzahl an der Saar-Uni bis 2020 inflationsbedingt auf 13 700 zurückschrauben, kalkuliert das Präsidium. „Das steht im Widerspruch zur bundesweiten Prognose, nach der bis 2020 immer mehr junge Menschen an die Hochschulen strömen“, so Linneweber, der bis dahin mit einem Bedarf von 22 500 Studienplätzen rechnet. Aber selbst bei gleich bleibender Zahl, müsse der Hochschuletat für die Universität des Saarlandes bis 2020 schrittweise auf insgesamt rund 250 Millionen Euro aufgestockt werden, heißt es in dem Papier.

Allerdings hatte Wissenschaftsminister Christoph Hartmann (FDP) bereits im vergangenen Jahr angekündigt, dass sich die Uni ab 2014 nicht auf weitere finanzielle Zuwächse verlassen kann. „Dabei bleibt es auch“, erklärte Hartmann gestern auf SZ-Anfrage. Über die Rahmenbedingungen für die Hochschulen werde es zunächst Gespräche mit Interessengruppen geben.

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