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Sparzwang: Homburger Kardinal-Wendel-Haus schließt 2013

Homburg. Der Grundsatz-Beschluss ist gefallen: „Das Kardinal-Wendel-Haus in Homburg schließt zum Jahr 2013“, bestätigte gestern Richard Schultz von der Pressestelle des Bischöflichen Ordinariats in Speyer. Demnach stehen Details noch nicht fest, auch nicht, ob jemand das Haus übernimmt. Die Entscheidung gegen die Homburger Einrichtung sei laut Schultz gefallen, „weil hier ein größerer Investitionsbedarf nötig ist. So gibt es etwa Probleme mit Feuchtigkeit im Keller, so dass die Gruppenräume dort nicht mehr genutzt werden können.“ Durch die Schließung könne das Bistum jährlich 200 000 Euro Personal- und Sachkostenzuschüsse und 50000 Euro Baukostenzuschüsse einsparen, wobei letztere laut Schultz nicht jedes Jahr abgerufen werden. „Das Bistum hat weiterhin Tagungshäuser, etwa Maria Rosenberg, und auch ein Jugendhaus, das Christoporus-Haus in Bad Dürkheim“, sagte der Pressesprecher.

Zwölf Voll- und Terilzeitkräfte

Das Kardinal-Wendel-Haus in Homburg wurde am 8. September 1962 eingeweiht. Zwölf Voll- und Terilzeitkräfte sind dort beschäftigt. Es dient von seiner Zielsetzung her als Jugendhaus, wird vorwiegend vom BDKJ für Semionare und Veranstaltungen genutzt. Entsprechend entsetzt ist man bei der katholischen Jugend: „Ich sehe sehr große Probleme auf uns zukommen“, sagte der BDKJ-Diözesanvossitzende des Bistums Speyer, Felix Goldinger, gestern auf Anfrage. Man bedauere die Schließungs-Entscheidung sehr, sie sei auch für den BDKJ überraschend gekommen.

„Wenn wir solche Häuser schließen, wird es für uns immer schwieriger, junge Leute zu erreichen"

„Damit hat niemand gerechnet.“ Man arbeite, so Goldinger, derzeit an einer Stellungnahme für die Bistumsleitung, in der auch die Frage gestellt werde, wie man den Verlust des Kardinal-Wendel-Hauses auffangen könnte. „Wenn wir solche Häuser schließen, wird es für uns immer schwieriger, junge Leute zu erreichen und den Kontakt mit ihnen aufrecht zu erhalten“, so Goldinger. Man verstehe die Arbeit dort als „Investition in die kirchliche Zukunft. Jugendliche von heute sind Erwachsene von morgen.“

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