L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Sparzwang: Stehen Völklinger Saarfest und City-Open-Airs auf der Kippe?

Wird es das Saarfest Völklingen weiterhin geben?

Wird es das Saarfest Völklingen weiterhin geben?

Dicke Fragezeichen hat Lars Hüsslein von der städtischen Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Innovation und Stadtmarketing (GWIS) auf seinem Jahreskalender. Und zwar ausgerechnet dort, wo sonst die beliebtesten Veranstaltungen stehen, die Völklinger City-Open-Airs und das Saarfest – die populäre Konzertreihe und das Volksfest an der Saar, die nicht nur bei den Völklingern beliebt sind, sondern sich auch als Publikumsmagnete mit Strahlkraft über die Stadtgrenzen hinaus erwiesen haben. Wegen der vielen Fragezeichen hat Hüsslein sich auch die anstehenden Stadtratstermine dick im Kalender angestrichen, denn beim Rat liegt die Entscheidung, ob er planen und die Fragezeichen ausradieren darf – oder nicht.
 

Nur kleine Auftritte sind sicher

„Genehmigt sind bisher die Veranstaltungen im Rahmen der Völklinger Kulturmeile für das erste Halbjahr“, sagt Hüsslein auf SZ-Anfrage. Entlang der Meile gibt es unter anderem Comedy mit Markus Maria Profitlich in Wehrden, Musik im kleineren Rahmen der Reihe „Carbon und Stahl“ im Festsaal des Alten Rathauses und im größeren Rahmen beim Geislauterer Verein Schloss-Kultur in der Schlossparkhalle (wir berichteten bereits). Die Kulturmeile des zweiten Halbjahres stehe laut Hüsslein ebenso unter dem Damokles-Schwert des Stadtrates wie die Kinderkultur-Reihe „Klamauk unterm Schirm“, der Mondscheinmarkt und die genannten Publikumsmagneten.

Und somit müssen sich die zuletzt verwöhnten Völklinger Musikfreunde womöglich mit einer kargen Zeit des Darbens abfinden. Die Tuesday-Station-Music, die Organisator Christoph Gottschalk gestemmt hatte, ist Geschichte. Die Erzrock-Macher um Jürgen Heisel und Jürgen Thiel lassen derzeit im Schatten der Dillinger Hütte im dortigen Lokschuppen rocken. Erzrock-Konzerte auf Völklinger Boden sind dieses Jahr nicht vorgesehen.
 

Electric-Festival bleibt

Was sicher bleibt, ist die Reihe der Summer-Open-Airs im Schillerpark. Markus und Silke Albrecht, die Hausherren im Parkhotel und im Schillerpark, planen bereits die montäglichen Konzerte zwischen dem 1. Juni und dem 7. September. „Die meisten Termine stehen bereits, für wenige Montage suchen wir noch Bands“, sagte Silke Albrecht auf SZ-Anfrage. Wie im Vorjahr haben sich die Albrechts vorgenommen, im Laufe der Konzerte ein möglichst breites Spektrum abzudecken. Rock, Soul, Schlager und Musical – alles soll seinen Platz in der Konzertmuschel finden.

Etabliert hat sich offensichtlich auch das Musikspektakel für die jungen Leute auf dem Erzplatz des Weltkulturerbes Völklinger Hütte. Der Vorverkauf für das Electric-Magnetic-Festival läuft seit Monaten auf Hochtouren. Und die wichtigsten DJs sind bereits gebucht, die am Samstag, 18. Juli, die Nacht auf Sonntag zum Tag machen sollen. Im Weltkulturerbe wird vermutlich auch wieder von Juli bis August gejazzt.

Ebenfalls positive Nachrichten gibt es aus St. Wendel, wo sich die Firma Evented niedergelassen hat, spezialisiert auf mobiles Autokino. „Wir kommen vom 3. bis 6. September mit unserer Technik und unserem Programm nach Völklingen “, kündigt Michael Woll als Verantwortlicher des Unternehmens an.

Gut sieht es auch für das jüngste Kind der Völklinger Veranstaltungen aus, das Benefizkonzert „Rock hoch drei“ der Völklinger Wirtegemeinschaft. 1000 Euro wollen die Kneipiers demnächst an die Jugendfeuerwehr spenden und das Konzert wahrscheinlich wiederholen. „Falls wir wieder in dem Rahmen unterstützt werden“, sagt Sprecher Dieter Baldauf. Allerdings wollen die Wirte möglicherweise Termin und Ort wechseln. So ist etwa ein Juni-Termin im Pfarrgarten Thema, möglicherweise als Vorgeschmack auf die City-Open-Airs – falls die stattfinden.

 

Zum Thema:

Konzerte und Feste zu veranstalten, zählt nicht zu den Pflichtaufgaben einer Stadt. Ausgaben dafür sind „freiwillig“. Sie dürfen nur sein, wenn der Stadtrat sie in den Haushalt schreibt und die Kommunalaufsicht diesen Haushalt genehmigt. Im 2014 beschlossenen Haushaltssanierungsplan, der bis 2017 gilt, hatte der Rat das Budget für Saarfest und City-Open-Airs stark gekürzt. Im vorigen Jahr machten jedoch so genannte Haushaltsreste die Sommer-Veranstaltungen mit relativ geringen Einschränkungen möglich. 2015 gibt es solche „Reste“ nicht mehr. Und die Haushaltsberatungen beginnen erst. dd  
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