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Spaziergänger stürzt auf Felsenweg rund 50 Meter in die Tiefe- Höhenretter bergen den Verletzten

Wegen ihrer zerklüfteten Sandsteinformationen sind die St. Arnualer Felsenwege ein beliebtes Ziel von Wanderern und Spaziergängern. Lange Zeit waren die Wege gesperrt, weil herabstürzende Äste die Ausflügler gefährdeten. Gestern allerdings – das versicherte die Polizei vor Ort – waren alle Wege freigegeben. Und doch kam es zu einem schweren Unfall. Laut Polizei rutschte ein 53-jähriger Spaziergänger auf dem mittleren Felsenweg aus und stürzte rund 50 Meter in die Tiefe – und zwar an einer Stelle, wo der Weg über einen Meter breit ist und wo deshalb kein Geländer zwischen Weg und Abhang steht.

Hinweise für ein Fremdverschulden hatte die Polizei am Mittwoch (08.04.2015) nicht. Schilder an den Zugängen zu den Felsenwegen warnen vor den Gefahren.

Bei seinem Absturz hatte sich der 53-Jährige schwer verletzt. Gegen 15.20 Uhr kamen weitere Spaziergänger vorbei. Sie sahen den Mann im Abgrund und alarmierten die Polizei . Die wiederum informierte Feuerwehr und Rettungsdienst. Die Helfer krabbelten die steile Böschung zu dem Verunglückten auf allen Vieren hinab.

Sanitäter und Notarzt stellten die schweren Verletzungen fest. Der Patient war ansprechbar, musste aber mit einer Trage gerettet werden. In dem steilen und überdies rutschigen Gelände eine nicht ganz einfache Aufgabe. Das übernahmen die speziell ausgebildeten Höhenretter der Berufsfeuerwehr.

Die 27 Mann starke Gruppe ist eigens ausgebildet und ausgerüstet, um Menschen zum Beispiel von einem Kraftwerks turm, einem Kran oder aus einer Schlucht zu retten, erläuterte Höhenretter Claus Becker vor Ort. In diesem Fall ließen seine Männer eine Schleifkorbtrage an mehreren Seilen zum Patienten hinab und zogen ihn nach oben. Auch die Helfer wurden mit Seilen gesichert. „Das üben wir jährlich an Baukränen, an der Müllverbrennungsanlage oder an Industrieanlagen“, verriet Becker. Außerdem habe sein Team Seile von 100 Metern Länge. Die seien deutlich länger, als die Seile der üblichen Feuerwehrausstattung. Die Höhenretter bargen den Verunglückten gestern innerhalb von Minuten. Ein Rettungswagen transportierte den Mann zum Winterbergklinikum.
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