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Spektakulärer Vermisstenfall kommt zu den Akten

Hofeld-Mauschbach. Ende dieser Woche soll die Ermittlungsakte zum Fall des 25-jährigen Christian Mees aus Hofeld-Mauschbach geschlossen werden, der mehrere Tage als vermisst galt und noch auf unbestimmte Zeit in einem rheinland-pfälzischen Krankenhaus nahe der saarländischen Grenze liegt. Das hat gestern die Sprecherin des Trierer Polizeipräsidiums Monika Peters auf Anfrage der Saarbrücker Zeitung mitgeteilt. Es habe keine Hinweise aus der Bevölkerung gegen, die Aufschluss darüber geben könnten, wo sich Mees bis zu seinem Auffinden im rheinland-pfälzischen Heimbach am Dienstag, 20. Januar, aufgehalten haben könnte. Zumal sich der Hofelder an nichts, was während seiner Vier-Tage-Odyssee geschah, erinnert.

Laut Peters blieben aber der Verdacht auf gefährliche Körperverletzung und des Raubes, was Verfahren "gegen unbekannt" nach sich ziehen könnte. Deshalb werde die Akte von der zuständigen Kriminalpolizei in Idar-Oberstein in der nächsten Woche an die Staatsanwaltschaft in Bad Kreuznach weitergeleitet. Sie ist zuständig, weil Mees im rheinland-pfälzischen Heimbach leicht unterkühlt, am Waldrand in der Nähe des abgelegenen Bahnhofs liegend, mit einer Stichwunde in der Brust entdeckt worden war. Auch dass er ausgeraubt worden sein könnte, schlossen die Ermittler nicht aus, da er seine Geldbörse und die Kreditkarte nicht mehr dabei hatte, mit der er am Sonntag, 18.  Januar, gegen 14 Uhr in Frankfurt am Main an einem Automaten Geld abgehoben hatte und dabei von einer Überwachungskamera gefilmt worden war.

Wohl keine Drogen im Spiel

Auch die Türkismühler Kriminalbeamten hatten in Sachen "gefährlicher Körperverletzung" ermittelt, jedoch nicht wegen der Stichverletzung. Sie hegten den Verdacht, er könnte in der St Wendeler Diskothek, wo er zuletzt gefeiert hatte, möglicherweise ohne sein Wissen unter Drogen gesetzt worden sein. Aber auch diese Nachforschungen werden laut Türkismühler Kriminalpolizei in dieser Woche eingestellt, ohne dass sich die Annahme bestätigt hätte.

Das plötzliche Verschwinden von Mees hatte eine große Suchaktion ausgelöst. An ihr hatten sich neben den Kriminalbeamten aus Türkismühle auch Saarbrücker Bereitschaftspolizisten, eine Suchhundestaffel sowie viele Feuerwehrleute und Bürger seines Heimatortes beteiligt - bis die Bilder der Überwachungskamera am Bankautomaten bewiesen: Der junge Mann lebt. Gleichwohl blieb bislang im Dunkeln, was in den 33 Stunden von dem Zeitpunkt an, als eine Taxifahrerin Mees vor seinem Elternhaus in Hofeld-Mauschbach am Samstag, 17. Januar, um kurz nach fünf Uhr absetzte bis zum Geldabheben und in den 51 Stunden danach bis zu seinem Auffinden am Heimbacher Bahnhof am Dienstag, 20. Januar, gegen 17.30 Uhr geschah. Kann sich der junge Mann wirklich nicht erinnern, oder will er es nicht?

Mindestens der Umstand, dass er nachweislich bereits am zweiten Tag seines Verschwindens in Frankfurt am Main Geld an einem Automaten abgehoben hat, lässt vermuten: Ganz geistesabwesend kann der 25-Jährige wohl nicht gewesen sein. Der Vermisstenfall Mees bleibt vorerst weiterhin mysteriös.

 
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