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Spielte Lotto für 300.000 Euro: Saarländer (66) vor Gericht - 210.000 Euro von alter Dame verschwunden

Saarbrücken. Um Unterschlagung, Bankrott und Abgabe einer falschen Versicherung an Eides statt geht es derzeit in einem Prozess vor der Wirtschaftsstrafkammer. In der Anklageschrift gegen einen 66-jährigen Saarländer ist von 458 Straftaten die Rede.

Die erste davon erscheint besonders dreist: Im Jahr 2006 sei der Angeklagte mit einer älteren Dame nach Basel gefahren, wo sie 210.000 Euro von ihren Bankkonto abhob.

Auf der Rückfahrt nach Saarbrücken soll der Angeklagte sie gebeten haben, das Geld einmal sehen und zählen zu dürfen. Sie willigte ein. Unter dem Vorwand, andere Leute sollten das nicht sehen, nahm er die Summe und verschwand. Die Frau soll nichts mehr von ihrem Geld gesehen haben.

Obwohl der Mann längst die eidesstattliche Versicherung abgelegt hatte und Gerichtsvollzieher wegen Forderungen in Millionenhöhe hinter ihm her waren, soll er noch über erhebliche Summen verfügt haben. Innerhalb von drei Jahren habe er in verschiedenen Saarbrücker Annahmestellen über 300.000 Euro für Lottoscheine ausgegeben.

Außerdem soll er Geld besessen haben, um sich ein Taxi für seine täglichen Besorgungen zu leisten. Die Kosten dafür: monatlich 1600 Euro. Am gestrigen Verhandlungstag sagte ein Gerichtsvollzieher über den Angeklagten, er sei Diplomingenieur, habe ein Unternehmen besessen und in den 80er Jahren alles verloren, auch sein Eigenheim. jht
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