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Sportfest Rehlingen: Starke Leistungen trotz brütender Hitze

Ein Schluck aus der Flasche. Das typische Vor- und Zurückwippen des Oberkörpers. Dann beschleunigt Lokalmatador Christian Reif. 18 Schritte bis zum Absprungbrett – vier weniger als gewöhnlich –, um den Stadionrekord von Weitspringer Jack Pani (7,78 Meter) aus dem Jahre 1972 zu knacken. Mit geballten Fäusten springt Reif aus der Sandgrube.

Schon bei der Landung muss er gespürt haben, dass er seine Ankündigung mit diesem dritten Versuch wahrgemacht hat. 2013 konnte er den Rekord in Rehlingen bei strömendem Regen einstellen. Gestern sollte es bei 40 Grad Celsius im Schatten noch besser laufen. 8,00 Meter – Reif hat sich den Rekord im heimischen Bungert- Stadion geholt. „Ich bin einfach nur total glücklich, dass es dieses Jahr geklappt hat“, sagt er: „Auch wenn die 8,0 doch sehr minimalistisch wirken.“

Guter Einstieg

Matt Burton hatte Reif beim Rehlinger Pfingstsportfest mit seinem Satz über 7,85 Meter im zweiten Versuch unter Druck gesetzt. „Aber ich hatte mit 7,74 Metern einen ganz guten Einstieg gefunden“, sagt Reif, der deshalb seinen zweiten Sprung aussetzte. Der Russe Aleksandr Petrov erhöhte auf 7,91 Meter – und hielt den Stadionrekord für knapp zwei Minuten. Bis Reif mit seinem Acht-Meter-Satz kam. Da die Konkurrenten den neuen Rekord nicht mehr gefährdeten, setzte Reif aus, „um meine Kräfte einzuteilen“, sagt er zwei Tage vor seinem nächsten Wettkampf in Dessau. Die Erleichterung steht ihm gut zu Gesicht. Trotz der Hitze. „Für die Athleten ist die Hitze aber viel besser als der Regen im vergangenen Jahr “, erklärt Werner Klein, stellvertretender Meeting-Direktor. Die Veranstalter haben die Zuschauerzahl im Bungert-Stadion auf etwa 3500 geschätzt. Die vielen Fans verfolgen auch lautstark die deutsche Jahresbestleistung von Kugelstoßer David Storl. 21,15 Meter, so die Weite des zweimaligen Weltmeistern.

Er tut sich bei der Hitze schwer. „Das schlaucht einfach, wenn du den ganzen Tag auf dem Platz stehst“, sagt Storl geschafft – und erfüllt trotzdem jeden Autogramm- und Fotowunsch geduldig. Zufrieden ist er nicht: „Ich wollte 21,50 Meter stoßen“, sagt er und fügt an: „Es fehlt einfach noch die Konstanz, mich nach einem 20-Meter- Wurf langsam zu steigern und einen 21,5er-Versuch hinzulegen.“

Trotzdem schafft Storl mit dem einen Wurf über die 21-Meter-Marke die Norm des Deutschen Leichtathletik- Verbands für die Europameisterschaft – und verweist Doppel- Olympiasieger Tomasz Majewski auf Platz zwei. Der Pole erwischt keinen guten Tag und kommt nur auf 20,28 Meter. Selten ist es so schwierig, sich die Sahnehäubchen des Pfingstsportfestes herauszupicken.

Zu gut, zu stark die Felder in fast allen Disziplinen. Beobachtet man den Weitsprung- Wettbewerb, läuft man Gefahr den Diskusswurf mit Julia Fischer (62,10 Meter), Nadine Müller (64,08 Meter) und Shanice Craft (65,17 Meter) zu verpassen, die alle die EM-Norm knacken – wie beispielsweise auch Hochspringerin Marie- Laurence Jungfleisch (1,92 Meter), Antje Möldner-Schmidt im 3000-Meter-Hindernislauf (9:38,30 Minuten) und Tatjana Pinto über 100 Meter (11,29 Sekunden).

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