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Sporttest für Polizeibewerber fällt ab Herbst leichter aus

Polizeirat Stefan Schmitz bewertet Nergiz Gelirli beim Kasten-Bumerang-
Test.

Polizeirat Stefan Schmitz bewertet Nergiz Gelirli beim Kasten-Bumerang- Test.

Ein Polizist im Streifendienst muss, um einen Täter zu überwältigen, kräftig zupacken; bei einer Verfolgung auf kurzer Distanz schnell laufen und bei einem Rettungseinsatz schwimmen können. „85 Prozent der Arbeit eines Polizeibeamten sind Kopfarbeit, 15 Prozent eher Hand- und Kraftarbeit“, formulierte Thorsten Weiler. Der promovierte Polizeibeamte und Dozent an der Fachhochschule für Verwaltung leitete eine Arbeitsgruppe mit Sportwissenschaftlern der Saar-Uni, die den bisherigen Sporttest für Bewerber in den Polizeidienst unter die Lupe nahmen. Gemeinsam mit Franz Marschall (Sportwissenschaftliches Institut) und den Studierenden Nadine Dörner, Sarah Gawlick und Sebastian Contes, die im Rahmen ihrer Bachelorarbeiten an dem Projekt mitwirkten, präsentierte Weiler gestern in der Leichtathletikhalle der Sportschule die Resultate ihrer Untersuchungen.

Fazit des Projektes: Der Sporttest für Polizeibewerber wird umgestaltet, den tatsächlichen Anforderungen angepasst und damit durchaus etwas gelockert. Innenministerin Monika Bachmann ( CDU ) und Polizeipräsident Norbert Rupp betonten, dass das Saarland mit Bremen bislang die härtesten Sporttests forderte. So war etwa ein Bewerber, der beim Standweitsprung nicht mindestens 2,02 Meter erreichte komplett aus dem Rennen. Der bis 2013 durchgeführte Sporttest mit Standweitsprung, Wendelauf, Kasten-Bumerang-Test und Zirkel- Test (Klimmzüge, Sprünge über gespannte Schnur, Rumpfbeuge, Hockwende über einen Kasten, Liegestütze und Schlängellauf ) ist Geschichte. Ab Herbst müssen die Bewerber für den Einstellungsjahrgang 2015 den von der Arbeitsgruppe entwickelten Test absolvieren: Standweitsprung, Klimmzughang (schulterbreit mit beiden Händen und gebeugten Armen an einer Stange hängen), Hindernislauf (Kasten- Bumerang-Test) und einen Zwölf-Minuten-Lauf (Cooper- Test).

Zudem müssen die Teilnehmer das bronzene Schwimmabzeichen nachweisen. Schwimmen war bislang nicht gefordert. Bachmann sagte, mit dem neuen Test sei das Saarland bundesweit Vorreiter. Insbesondere „der Mangel an einem wissenschaftlich fundierten motorischen Anforderungsprofil“ für den Streifendienst hätten Zweifel an der Effizienz der bislang durchgeführten Sportests geweckt. Jeder fünfte Bewerber um eine Stelle als Kommissaranwärter ist in den vergangenen Jahren beim Sporttest gescheitert. Aktuell haben sich 953 junge Leute um 83 Stellen beworben.
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