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Spritklau an saarländischen Tankstellen angestiegen

Saarbrücken. Die Zahl der angezeigten Betrugsversuche an saarländischen Tankstellen hat in den letzten drei Jahren deutlich zugenommen. Wie die Polizei mitteilt, gab es eine stetige Steigerung von 907 Fällen im Jahr 2009 auf 1273 Fälle 2011. Der entstandene Schaden belief sich 2009 auf 43 000 Euro. Im vergangenen Jahr lag er bereits bei 118 000 Euro. Allerdings handelt es sich laut Polizeisprecher Georg Himbert beim Jahr 2011 um einen Sonderfall. Hier hat eine Einzelperson einen Schaden von rund 40 000 verursacht, weil sie die Tankkarte einer Firma missbraucht hatte.

Die Aufklärungsquote beim Betrug an der Zapfsäule liegt laut Himbert zwischen 30 und 40 Prozent. Obwohl immer mehr Inhaber ihre Tankstellen mit Videoanlagen überwachen lassen, sei es in bestimmten Fällen besonders schwer, die Täter zu identifizieren. Manche schreckten, so Himbert, sogar nicht davor zurück, die Nummernschilder am Fahrzeug auszutauschen.

Über Gründe für die steigende Zahl der Betrugsfälle kann auch die Polizei nur spekulieren. Zwar ist sich Himbert sicher, dass heute mehr Fälle angezeigt werden als noch vor einigen Jahren, die hohen Spritpreise seien aber sicherlich auch ein Aspekt, so der Polizeisprecher. Zudem gebe es Gelegenheitstäter, die sich beispielsweise wegen nicht vorhandener Überwachungsanlagen unbeobachtet fühlten. „Eine gewisse kriminelle Energie braucht man aber dafür schon“, sagt Himbert. Für manche sei ein Tankbetrug wohl eher ein Kavaliersdelikt. Das sei allerdings ein Irrtum, da nach einem Vorfall in der Regel im Bereich Betrug ermittelt werde. In den seltensten Fällen hätten Kunden einfach durch eine Ablenkung vergessen, ihre Rechnung zu bezahlen, so Himbert. Er setzt auf eine technische Überwachung der Anlagen.

Volkmer Herresthal verfolgt an seiner Tankstelle in Bischmisheim eine andere Strategie. Er hat nur eine Doppelsäule und diese, wie er sagt, „immer im Blick.“ Außerdem kenne man sich im Ort und da könne sich wohl niemand so etwas erlauben. Pächter und Inhaber weiterer angefragter Tankstellen waren am Freitag nicht für eine Stellungnahme erreichbar. spe
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