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Sprüher und Autoknacker halten Polizei St. Ingbert auf Trab

  Mehr Diebstähle, mehr Sachbeschädigung und Graffiti, dafür weniger Betrugsdelikte, weniger Körperverletzung, weniger Wohnungseinbrüche.

Dietmar Glandien, Leiter der St. Ingberter Polizeiinspektion, hat jetzt die statistische Auswertung der Zahlen von 2013 vorgestellt. Und bei allem Auf und Ab zeigen sich zwei Dinge: Die Zahl der registrierten Taten bewegt sich in einem Korridor wie in den Vorjahren (zwischen 2000 und 2600). Auf der anderen Seite geht auch in einer eher beschaulichen Stadt wie St. Ingbert den Polizeibeamten die Arbeit nicht aus.

St. Ingbert bleibe eine sichere Stadt, sagt der Polizeichef. Denn bei der Betrachtung, wie hoch das Risiko des Einzelnen ist, Opfer einer Straftat zu werden, steht St. Ingbert auf dem elften Platz der 52 Kommunen im Land. Seiner Größe entsprechend dürfte es sich auch gut und gerne auf Platz fünf wiederfinden. Je weiter hinten im Ranking, desto besser also in dieser Art der Betrachtung.

Glandien betont bei der Vorstellung der Analyse, die Zahlen spiegelten nie ein wirklichkeitsgetreues Bild, gleichwohl blieben sie aber die einzig zuverlässige Messbasis für die Kriminalitätsentwicklung. Neben der faktischen Kriminalität spielten immer auch weitere Faktoren eine Rolle: Wie ist das Anzeigenverhalten der Bevölkerung, wie intensiv kontrolliert die Polizei oder aber auch, was ändert sich im Strafrecht? Die St. Ingberter Polizei hat im vergangenen Jahr 2555 Straftaten erfasst. Das sind 214 mehr als noch im Jahr davor, was einem Anstieg um rund neun Prozent entspricht. Die Situation in der Mittelstadt hat sich damit gegen den Landestrend entwickelt. Die Polizeistatistiker haben landesweit einen leichten Rückgang von 0,5 Prozent festgehalten. Insgesamt hat die St. Ingberter Inspektion nach ihren Angaben jeden zweiten Täter ermittelt (51,1 Prozent, im Vorjahr waren es 57,2 Prozent), die Aufklärungsquote lag beim Kriminaldienst mit 59,1 Prozent aber höher.

Beim Thema Diebstahl macht der Inspektion insbesondere ein Anstieg der Taten aus oder an Autos zu schaffen. Von 99 Fällen 2012 ist die Zahl der Delikte auf 168 hochgeschnellt.

Und auch die Farbschmierer hatten wieder Saison. 120 Fälle mehr verzeichnet die Statistik. Dagegen freut sich Glandien, dass in der Rubrik Betrug ein Rückgang um 33 auf 515 Fälle zu verzeichnen ist. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist von 92 um fast die Hälfte auf 47 gesunken. Betrug führt die Hitliste der St. Ingberter Straftaten wie in den Vorjahren an. Dahinter rangiert die Rubrik Sachbeschädigungen und auf Platz drei leichte Körperverletzungen.

Die Polizei geht nicht nur Verbrechen nach, sie versucht sie auch zu verhindern. „Gelegenheit macht Diebe“, heißt ein altes Sprichwort. Glandien erinnert deshalb die Bürger daran, möglichst vorausschauend zu handeln, um bösen Buben gar nicht erst Möglichkeiten zu einer Straftat zu schaffen. Und da sieht er Fortschritte. So blieb es bei den Wohnungseinbrüchen in 44 Prozent der Fälle beim Versuch. Gute Sicherungssysteme und wachsame Nachbarn sind nach Einschätzung der Polizei oft ein Grund dafür, dass sich Täter mit leeren Händen aus dem Staub machen.

Die Polizei sei über Hinweise immer froh. Wichtig sei dabei: Rasch informieren, Tätermerkmale einprägen, Hilfe organisieren und sich um Opfer kümmern. Selbst den Helden zu spielen sei in der Regel gar nicht notwendig.

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