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Spürhunde suchen nach Tatwaffe im Dillinger Wald

Dillingen. Ein schauriges Ende hat das Leben eines 24-Jährigen gefunden, den drei Jugendliche Mittwoch in aller Frühe gegen 3.20 Uhr im Dillinger Hüttenwald tot entdeckten. Im Ehrenmal auf dem Heiligenberg, über dem geschrieben steht "Den Toten zur Ehre, den Lebenden zur Mahnung" ist er an zahlreichen Stichverletzungen langsam verblutet. Laut Obduktion war keine Wunde tief genug, um ein inneres Organ zu verletzen, wie die Landespolizeidirektion gestern bekannt gab.

Noch sei unklar, ob der Mann sich selbst tödlich verletzt habe oder eine Straftat vorliege. Obwohl als gesichert gelte, dass der Fundort auch der Tatort ist, habe man keine Stichwaffe oder einen scharfen Gegenstand gefunden, auf den die Verletzungen zurückzuführen seien, sagte Bernd Juchems, Leiter der zwölfköpfigen Ermittlungsgruppe vom Kriminalkommissariat Saarlouis.

Keine Tatwaffe gefunden

Unterstützt von der örtlichen Bereitschaftspolizei und zwei Spürhunden durchkämmte die Spurensicherung auch gestern noch im Umkreis von 200 Metern das Gestrüpp auf dem unwegsamen Hang unterhalb des Plateaus am Ehrenmal. Der Tote war unter dem Glockenturm aus rotem Sandstein zwischen Feuerschale und Geländer zum Hang gefunden worden. "Der Tatgegenstand kann weggenommen, weggeworfen oder weggefallen sein", meinte Juchems. Die Stelle wenige hundert Meter von der Bebauung ist weder ein sozialer Brennpunkt noch ein üblicher Treffpunkt junger Leute. "Wir sind dabei, das soziale Umfeld des Toten abzuklären", sagte Juchems.

Nach SZ-Recherchen stammte der 24-Jährige nicht aus Dillingen, wie zuerst vermeldet, sondern aus einer Nachbargemeinde. Demnach hatte der junge Mann Drogenprobleme, war aber kein Obdachloser, der seit längerem auf der Straße lebte. Vielmehr hatte er bis vor wenigen Monaten bei seinen Eltern gelebt, war dann aber wohl im Streit ausgezogen und hatte sich in Dillingen aufgehalten. Teils hatte er bei Bekannten übernachtet, teils sich so durchgeschlagen.
Harald Knitter (SZ)

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