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St. Ingbert: CDU will Ingobertus-Statue der Pfarrei schenken

Die Ingobertus-Statue hat schon für viele Diskussionen gesorgt.

Die Ingobertus-Statue hat schon für viele Diskussionen gesorgt.

St. Ingbert. Die CDU in St. Ingbert fordert die Stadtverwaltung auf, die juristische Debatte um die Ingobertus-Statue endlich zu beenden. „Das Vorhaben der Verwaltung, die Statue an den Künstler zurückzuschicken, ist an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten und macht St. Ingbert im gesamten Land lächerlich“, so der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes, Pascal Rambaud. Es gelte stattdessen, endlich einen Schlussstrich unter die unsägliche Debatte zu ziehen.

Die CDU vertritt die Auffassung, dass das Ansehen der Stadt und der Kommunalpolitik lange genug unter den Vorgängen rund um den Stadtpatron gelitten habe. Jedem Bürger sei klar, dass es bei dieser Diskussion nicht um die Sache gehe, sondern darum, aus persönlichen Motiven den vorigen Oberbürgermeister zu belangen. Daher müsse jetzt Schluss sein mit dem juristischen Hickhack. Noch mehr Gerichtsprozesse, bei denen am Ende jeder gegen jeden prozessiere, würden die Sachpolitik über weitere Monate lähmen, so der CDU-Vorsitzende. Ganz abgesehen davon, wie viele personelle und finanzielle Ressourcen innerhalb der Stadtverwaltung für die Rückabwicklung des Kaufs und die möglichen Schadensersatzforderungen Dritter eingesetzt werden müssten. Pascal Rambaud: „Ein Ende der Debatte wäre da vermutlich sogar die günstigere Lösung.“

Eine Idee für die weitere Verwendung der Statue hat die CDU bereits: Bald werden alle Pfarreien der Innenstadt zu einer großen Pfarrei zusammengefasst. Bei der stadtweit durchgeführten Aktion zur Namensfindung kristallisiert sich der Favorit der St. Ingberter Pfarrangehörigen heraus: „St. Ingobertus“ könnte das Rennen machen.

Die CDU schlägt daher vor, die Ingobertus-Statue der neugegründeten Innenstadtpfarrei als „Geburtstagsgeschenk“ zu überlassen. Die Pfarrei könnte dann einen passenden Standort suchen. „Das ist dann endlich der von allen ersehnte Schlussstrich unter der Debatte und der Auftakt zu einer sachlichen Diskussion über Standort, Umgebung und Präsentation der Statue“, meint Rambaud. red

Meinung

St. Ingobertus, hilf deiner Stadt!

Von SZ-Redakteur Michael Beer

Bei allen Heiligen! Der Kauf des Sandstein-Ingobertus sei rechtlich unwirksam, erläutert die Stadt nach juristischer Beratung. Er solle deshalb zurück zu dem Steinmetz, der ihn fertigte. Wäre dies der Weisheit letzter Schluss, dann hätte St. Ingbert einen weiteren Schritt Richtung Abgrund getan. Der politische Ruf ramponiert, der kunstinteressierte in Frage gestellt - und nun muss jeder Handwerker einen Bogen um die Stadt machen? Stünde die Statue bald im Vorgarten des ehemaligen OB, wäre der Streit zwischen Jung und seinen Widersachern geklärt. Den Ingo aber zurückzuschicken zum Steinmetz hieße, das schwächste Glied der Kette abzustrafen. Der Künstler hatte in bestem Treu und Glauben den Auftrag eines Oberbürgermeisters ausgeführt.


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