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St. Ingbert: Fehlende Bäume Grund für Schlammlawine

Ende November und kurz vor Weihnachten verschütteten zwei Erdrutsche einen Waldweg in St. Ingbert nahe der Schlackenbergstraße
hinter dem Firmengelände Waldi.

Ende November und kurz vor Weihnachten verschütteten zwei Erdrutsche einen Waldweg in St. Ingbert nahe der Schlackenbergstraße hinter dem Firmengelände Waldi.

St. Ingbert. Gleich zwei Mal wurde ein Waldweg bei der St. Ingberter Schlackenbergstraße in den letzten Monaten durch Erdrutsche unter einer dicken Schlammschicht begraben. Wie jetzt bekannt wurde, rutschte ein Teil der Böschung hinter dem Anwesen des Entsorgungsunternehmens Waldi Ende November und dann noch einmal kurz vor Weihnachten ab. Nach Angaben der Stadtverwaltung wollte der Eigentümer des Unternehmens eine bereits zuvor unterspülte Betonplatte am Rande der Böschung stabilisieren. Dazu soll er laut Stadtverwaltung größere Mengen Erdaushub am Hang abgeladen haben. Eine Baugenehmigung dazu wurde dem Unternehmer, auf dessen Grundstück sich auch die Böschung befindet, von der Bauaufsicht der Stadt ausgestellt. Allerdings wurde es dem Unternehmer von der Bauaufsicht zur Auflage gemacht, den Hang zur Stabilisierung zu bepflanzen, was dieser nach Angaben der Stadtverwaltung unterließ. Durch die Schneeschmelze und die starken Regenfälle im Dezember löste sich das Erdreich, ging als Schlammlawine in das Gehnbachtal ab und verschüttete den Waldweg, der für einen kurzen Zeitraum nicht mehr begehbar war.

Inzwischen wurde der Waldweg wieder vom Eigentümer der Firma Waldi auf eigene Kosten geräumt und neu geschottert. Ein Erdwall am Fuß der Böschung soll den Weg vor weiteren Erdrutschen schützen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, muss die Böschung im Frühjahr vom Besitzer bepflanzt werden, um dem Hang dadurch zu stabilisieren. Für weiter eventuelle Schäden, wie beispielsweise eine mögliche Aufstauung des Gehnbaches durch angespültes Erdreich, muss der Unternehmer ebenfalls aufkommen.

Ein weiterer Vorwurf eines St. Ingberter Bürgers, der sich an unsere Zeitung wandte, gegen das Unternehmen Waldi konnte nicht bestätigt werden. Der Bürger hatte dem Unternehmen vorgeworfen, Kupferkabel durch Abbrennen von seiner PVC-Isolierung zu trennen.

Entsprechende Hinweise auf ein solches illegales Vorgehen wurden bei einer Kontrolle durch das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz nach Angaben der Behörde allerdings nicht festgestellt. Der Eigentümer des Unternehmens wollte sich zu den beiden Vorgängen nicht äußern.

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