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St. Johann hat die meisten Kontaktpolizisten im Land

Mit sechs Leuten ging's vor 20 Jahren los. Es waren schon mal zehn. Jetzt gibt es noch neun Kontaktpolizisten in der Inspektion St. Johann . Das sind Zahlen, auf die andere Polizisten im Land ganz genau schauen. Vor allem, seitdem die saarländische Polizei wegen der Schuldenbremse auf Schrumpfkurs ist. 300 von 3000 Stellen sollen bis 2020 wegfallen, 100 sind schon gestrichen. Das geschieht auch, indem das Land bei den kleineren Inspektionen Ruheständler vorerst nicht mehr ersetzt.

Das hat bereits Folgen für die Landeshauptstadt und die Gemeinde Kleinblittersdorf. In Brebach – auch zuständig für die Obere Saar – und Alt-Saarbrücken, so genannten B-Inspektionen, gibt es schon lange keine Kontaktpolizisten mehr. Andere Kollegen müssen ihre Aufgaben nun miterledigen.

Damit haben nur noch die beiden großen Saarbrücker A-Inspektionen Kops. Zum einen St. Johann . Zum anderen Burbach, wo zwei Beamte für diese besonders bürgernahe Polizeiarbeit im Einsatz sind. Außerhalb der Landeshauptstadt gibt es Kops noch in Völklingen, Sulzbach, Homburg, Neunkirchen, Saarlouis, Merzig, St. Wendel, Lebach, Bous, Dillingen und St. Ingbert.

Sie sind auf Fußstreife, kümmern sich um die Sicherheit von Senioren, zeigen Präsenz in den Schulen. Die Schwerpunkte hängen von der jeweiligen Stadt oder Gemeinde ab.

Nur ein einziges Team im Land ist so groß, dass es sogar einen eigenen Chef hat: das in St. Johann , in der Karcherstraße geleitet von Polizeioberkommissar Thoma Rehlinger.

Mit welcher Stärke das Kop-Team in St. Johann künftig arbeiten kann, lässt das Landespolizeipräsidium auf SZ-Anfrage offen. Zukünftig werde sich der „Personaleinsatz noch stärker als bisher am Arbeitsaufkommen ausrichten müssen“. Zu den Folgen für die Kontaktpolizei der PI St. Johann lasse sich derzeit noch keine verbindliche Aussage treffen.

Für Udo Schneider, Chef der 210-köpfigen Inspektion St. Johann , steht schon fest, dass seine neun Kops in jeder Hinsicht gut zu tun haben und dass die Truppe schon deswegen nicht kleiner sein sollte. „Wir leisten uns hier keinen Luxus “, sagt der Polizeidirektor mit Blick auf den in St. Johann besonders großen Aufgabenkatalog der Kops. Er reicht von Gesprächen mit Obdachlosen und Drogenkranken über die Betreuung von Verbrechensopfern bis zur Fahndung und zum Vollstrecken von Haftbefehlen. Dafür brauche er Leute, sagt Schneider. „Ich stehe dafür ein, dass unsere Kontaktpolizisten den Bürgern in dieser Teamstärke erhalten bleiben.“
 
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