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St. Wendel: Sechs Unfall-Tote in zwei Wochen

St. Wendel. Eine geraume Zeit sah alles ganz danach aus, dass im Landkreis St. Wendel weniger Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben kommen. Bis sich auf einmal eine traurige Serie tödlicher Zusammenstöße ereignete. Vor genau einem Jahr starben binnen zwei Wochen sechs Personen auf den Straßen im St. Wendeler Land – damit eben so viele wie 2009, wie die Polizeistatistik belegt. Gleichzeitig stiegen die Unfallzahlen insgesamt an, wie Dietmar Böhmer berichtet. Der 59-Jährige ist bei der Polizeibezirksinspektion in der Kreisstadt für die Verkehrsstatistik zuständig. Demnach legten die Unfälle 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 259 auf 2774 zu. Ein Plus um 11,3?Prozent. Laut Böhmer waren die Fallzahlen zuvor noch um 2,82 Prozent zurückgegangen. Positiv: Es gab mit 305 Betroffenen 39 weniger Verletzte. Böhmer: „Dies war die niedrigste Anzahl seit 2004.“ Damals registrierten die Ermittler 429 Verkehrsunfälle, bei denen Menschen ärztlich behandelt werden mussten.

Junge Fahrer sind Risikogruppe

Gleichzeit gesunken: Drogen und Alkohol waren 2010 in weniger Fällen Auslöser für einen Unfall. Rückgang hier um 38,5 Prozent.

Was den Beamten im vergangenen Jahr auffiel, wenn sie an einen Unglücksort kamen: Junge Fahrer – 18 bis 24 Jahre – sind nach Böhmers Angaben eine Risikogruppe, was die Verursacher betrifft. „Hier bewegt sich der Landkreis St.?Wendel über dem Landestrend mit einer Beteiligung von 28?Prozent dieser Altersklasse“ bei Unfällen mit Verletzten. Im Landesschnitt seien es 21 Prozent. Hingegen sind Polizisten in der Region zufrieden, was den Führerschein mit 17 anbelangt. Dieses begleitete Fahren – ein erfahrener erwachsener Autofahrer muss immer dabei sein, bis der Führerschein-Neuling 18 Jahre ist – wirke sich positiv auf die Statistik aus. Denn während landesweit der Anteil dieser Prüflinge nach Böhmers Angaben auf 43?Prozent 2010 anstieg, habe es im Landkreis lediglich einen einzigen Unfall gegeben, an dem ein solcher Anfänger schuld war. Verletzt wurde dabei jedoch niemand.

B 41 bleibt Unfallschwerpunkt

Übrigens kümmerten sich Beamte auch um Orte, an denen sich häufiger Unfälle ereignen. Dazu gehöre demnach neuerdings die L 149 Nonweiler – Kostenbach zwischen Bierfeld und Sitzerath. Besonders am Abend habe es dort gekracht. Deshalb seien hier zusätzliche Leitpfosten und ein Verkehrsschild zur Schleudergefahr aufgestellt worden. Die B 41 bleibe ein Unfallschwerpunkt. Verstärkte Raserkontrollen hätten jedoch bewirkt, dass diese Straße sicherer geworden sei. An solchen Vorsorgeprojekten und auch am Kampf gegen Alkohol am Steuer halte die Polizei fest.

:: polizei.saarland.de

Hintergrund

Die Meldungen sorgten 2010 für Entsetzen: Sechs Menschen starben bei vier schweren Verkehrsunfällen. Zwischen 26. Juli und 11. August ereigneten sich die tragischen Zwischenfälle auf unseren Straßen. Dabei sah damals bis Jahresmitte alles so gut aus. Am 26. Juli stirbt nach einem Unfall bei Theley in der Klinik ein Nohfelder (15), wenig später die Marpinger Fahrerin (18). Bei Hirstein kam ein angefahrener Fußgänger (41) am 27. Juli um. Ein Marpinger Motorradfahrer (41) fährt bei Remmesweiler in einen Traktor und stirbt am 30. Juli. Am 11. August erwischt es einen St. Wendeler (20) und seinen ebenfalls aus St. Wendel stammenden Beifahrer (16) beim Zusammenstoß mit einem Kleintransporter bei Marth. Danach blieb der Landkreis bis Jahresende von tödlichen Verkehrsunfällen verschont. Zwei waren es bisher 2011. hgn

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