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St. Wendel zieht positive Müll-Bilanz

So wenig Restmüll wie nie und dabei stabile Gebühren: St. Wendels Bürgermeister Klaus Bouillon zieht eine überaus positive Müll-Bilanz. (Symbolfoto)

So wenig Restmüll wie nie und dabei stabile Gebühren: St. Wendels Bürgermeister Klaus Bouillon zieht eine überaus positive Müll-Bilanz. (Symbolfoto)

Versteckte Erhöhung?

Das jetzige System, auf das der EVS Anfang des Jahres umgestellt hat, sieht Bouillon hingegen als „versteckte Gebührenerhöhung“. Die EVS-Abrechnung nach Anzahl der Leerungen sei erheblich teurer als das Verwiegesystem der Stadt St. Wendel. In St. Wendel kostet die Leerung einer 120-Liter-Tonne durchschnittlich 81,84 Euro. Das seien 35,50 Euro (43,4 Prozent) weniger als die niedrigste EVS-Gebühr mit zehn Entleerungen. Zehn Entleerungen sieht Bouillon ohnehin als unrealistisch an: „Die Tonne muss mindestens zwölf Mal geleert werden.“ Bouillon resümiert kritisch: „Die Menschen zahlen beim EVS letztendlich mehr Geld für weniger Leistung. Der Bürger und die Umwelt sind die Verlierer.“

Stabile Gebühren

Als Gewinner sieht Bouillon hingegen die St. Wendeler. Schließlich habe die Stadt seit 2001 die Gebühren nicht mehr erhöht. Und das werde auch so bleiben. Mindestens bis 2013, verspricht Bouillon. Und auch die Umwelt profitiere. Nach Auswertung der Statistik seien 2010 die Müllmengen auf den bisher niedrigsten Stand von 2926 Tonnen zurückgegangen, womit der unterste Wert wohl erreicht sein dürfte. Die Restabfallmenge beträgt nun 108 Kilo pro Einwohner und liege damit unter dem Niveau der Stadt Lebach, die bereits seit 2000 verwiegt.

Das System sei nur möglich dank des Wertstoffhofes, der laut Bouillon „fast schon zu gut angenommen wird“. Mit rund 35?000 Besuchern im Jahr „stoßen wir fast an unsere Kapazitätsgrenzen“. Aber die Anlage lohne sich. Das zeige das Beispiel Altpapier: 2010 habe die Stadt St. Wendel mit rund 2500 Tonnen Altpapier rund 180?000 Euro Gewinn gemacht.

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