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St. Wendeler Polizei hatte am Rosenmontag viel zu tun

St. Wendel/Marpingen. Über eine hohe Einsatzbelastung nach dem Rosenmontagsumzug in Marpingen klagt die Polizeibezirksinspektion in St. Wendel. Die Beamten des Nachtdienstes hatten während der gesamten Dienstschicht eine hohe Einsatzbelastung, die durch Fastnachtsbesucher im Bereich Marpingen nach dem Umzug verursacht wurde.

Einsatz 1: Bereits unmittelbar nach Beginn des Nachtdienstes ging das erste Hilfeersuchen um 21.12 Uhr bei der Polizeibezirksinspektion ein. Hier wurde mitgeteilt, dass ein Jugendlicher zu viel Alkohol getrunken hatte und er in einem hilflosen Zustand war. Er verweigere jegliche Mithilfe von Bekannten. Beim Eintreffen der Polizei war es dem Malteser Hilfsdienst bereits gelungen, den Jugendlichen in die Obhut seiner Eltern zu übergeben.

Einsatz 2: Die Rückfahrt nach St. Wendel konnten sich die Polizeibeamten gleich ersparen, weil sie vor Ort von einem weiteren Rettungssanitäter darauf angesprochen wurden, dass es zwischen Besuchern der Aula-Disco zu Streitigkeiten gekommen war. Die Ermittlungen ergaben, dass es zwischen einem 24 Jahre alten Marpinger und seiner Freundin, einer 29-jährigen Frau aus Marpingen, die mit dem jungen Mann zusammenwohnt, bereits zuvor zu Streitigkeiten gekommen war. Nachdem die Freundin die Wohnung verlassen hatte und die Rosenmontagsfete aufsuchte, hatte der Freund zu Hause Möbel umgeworfen und stark beschädigt. Nachdem er in die Disco gekommen war, geriet er erneut mit seiner Freundin aneinander und schubste sie herum. Aufgrund des Alkoholisierungsgrades des jungen Mannes, 1,49 Promille, wurde ihm für die Dauer von zehn Tagen ein Rückkehrverbot in die gemeinsame Wohnung ausgesprochen.

Einsatz 3: Um 21.14 Uhr kam ein weiterer Notruf aus Marpingen. Es wurde mitgeteilt, dass sich jemand ein Schienbein gebrochen hatte. Die vor Ort durch die Polizeibeamten aufgenommenen Ermittlungen ergaben, dass es zwischen einem jungen Mann aus Illingen und einer weiteren zur Zeit noch nicht namentlich ermittelten Person zu einem Streit gekommen sei, indem sich beide Kontrahenten gegenseitig an die Beine traten, wobei der Illinger den Kürzeren gezogen hatte und dort umfiel. Er musste zur Behandlung in das Krankenhaus nach St. Wendel gebracht werden.

Einsatz 4: Kurz vor 22 Uhr kam dann der nächste Einsatz. Diesmal kam das Ersuchen aus der Alsweilerstraße. Dort suchte eine Frau um polizeiliche Hilfe nach, weil ihr Freund in der Wohnung randalierte. Er sei stark betrunken und ließe sich nicht beruhigen. Die Beamten trafen einen jungen Mann aus Wiesbaden an, der 1,79 Promille Alkohol im Blut hatte und äußerst aggressiv auf die Polizeibeamten reagierte. Da die Gefahr für die Familie auf andere Art und Weise nicht abwendbar war, wurde er in polizeiliches Gewahrsam genommen.

Einsatz 5: Kaum erledigt, mussten die Beamten im Bereich der Aula-Disco erneut einschreiten. Hier war es zu Streitigkeiten zwischen Discobesuchern gekommen. Die Polizeibeamten kamen rechtzeitig, um eine Schlägerei zu unterbinden.

Einsatz 6: Kurz vor 24 Uhr ersuchte der eingesetzte Sicherheitsdienst an der Aula-Disco um polizeiliche Unterstützung. Beim Eintreffen vor Ort wurde den Polizeibeamten von dem Sicherheitsdienst mitgeteilt, dass ein 20-jähriger Mann aus der Gemeinde Tholey nach Erteilung eines Hausverbotes durch den Sicherheitsdienst diesem nicht nachgekommen war. Durch die Polizei ließ er sich schließlich überzeugen und verließ die Aula.

Einsatz 7: Nach Mitternacht ging es bereits um 0.15 Uhr auf dem Marpinger Schulhof weiter. Bereits beim Eintreffen der Polizei wurde ein verletzter 19-jähriger Mann aus Marpingen von dem Sanitätsdienst vor Ort versorgt. Er hatte eine Platzwunde über dem rechten Auge erlitten. Die Ermittlungen ergaben, dass es zunächst einen verbalen Streit mit Geschubse zwischen dem Geschädigten und einem 25-jährigen Mann (beide aus der Gemeinde Marpingen), gekommen war. Im Rahmen des Zweikampfes warf der Beschuldigte dem Geschädigten eine Bierflasche an den Kopf; diese traf ihn dann am rechten Auge, wodurch die Verletzung entstand. Dies wurde vor Ort von dem Beschuldigten energisch bestritten. Bei dem Beschuldigten wurde ein Promillegehalt vor Ort von 2,09 Promille festgestellt.

Einsatz 7: Um ein Uhr ging es weiter mit polizeilichen Einsätzen im Bereich der Aula in Marpingen. Erneut war eine männliche Person durch mehrere Beschäftigte des Sicherheitsdienstes nach draußen gebracht worden. Der Störenfried, ein 21-jähriger Mann aus der Gemeinde Namborn, wehrte sich vor der Halle energisch. Einem nun durch die Polizei ausgesprochenen Platzverweis kam der Mann nicht nach, obwohl er mehrfach dazu aufgefordert wurde. Er griff einen Polizeibeamten tätlich an. Es entstand eine Rangelei, bei der der Polizeibeamte und der Raudi zu Boden gingen. Dabei wurde der Beamte leicht verletzt. Dem Raudi wurden Handschellen angelegt und er wurde mit dem Polizeibus in eine Zelle in St. Wendel gebracht. Das alles gefiel der Freundin des Störenfriedes nicht und auch sie wurde gegenüber den Beamten handgreiflich. Der Namborner Störenfried wurde dann gegen sechs Uhr in die Obhut seiner Mutter übergeben, die ihn in St. Wendel abholte. Einsatz 8: Um 2.45 Uhr gehen in Marpingen die Einsätze weiter. Es wird nun gemeldet, in der Alsweilerstraße liege ein Mann am Boden, der an der Stirn blute. Dieser wollte keinen Krankenwagen. Vor Ort sorgte die Polizei dann dafür, dass der Verletzte, ein 20-jähriger Mann aus St. Wendel, in den Krankenwagen stieg und sich zur Behandlung in das Krankenhaus nach St. Wendel fahren ließ.

Weitere Polizeieinsätze am Rosenmontag: in der Discothek Flash in St. Wendel: Während eines Discobesuches in St. Wendel gerieten gegen 1.15 Uhr eine 19-jährige Frau aus Tholey und eine 18-jährige Frau aus Neunkirchen aneinander. In dem Handgemenge fiel eine der beiden zu Boden und zog sich Schürfwunden am Knie und an den Handballen. Gegen beide Frauen wurden Verfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.

Der nächste Polizeieinsatz an der Discothek war gegen drei Uhr. Dort soll es laut Polizei nach telefonischer Mitteilung zu Problemen mit den Sicherheitsleuten gekommen sein. Ein Flashbesucher sei dabei verletzt worden. Vor Ort wurde ermittelt, dass sich der Verletzte mit einem Freund zusammen zuvor im Thekenbereich der Discothek daneben benommen hatte, wobei eine Flasche zu Bruch gegangen sei. Er wurde von dem Sicherheitsdienst des Hauses verwiesen. Im Rahmen dieses Hausverweises sei es dann zu Übergriffen durch den Sicherheitsdienst gegen den Flashbesucher gekommen, so der Polizeibericht. Gegen den Sicherheitsdienstmitarbeiter wurde laut Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.

Der letzte Polizeieinsatz in dieser Nacht am Flash war gegen 5.15 Uhr. In einem Anruf wurde der Polizei mitgeteilt, dass Flashbesucher Angst hätten, die Disco zu verlassen, weil sie im Außenbereich erwartet würden und ihnen Prügel angedroht worden sei. Die Polizei sorgte dann dafür, dass die Streithähne getrennt voneinander den Parkplatzbereich mit ihren Pkw verlassen konnten.

Angebliche Großschlägerei in der Balduinstraße am Sonntagabend in St. Wendel um 21.48 Uhr: Ein Lokalinhaber hatte der Polizei eine große Schlägerei mit 20 bis 30 Beteiligten gemeldet. Zwei Streifenwagen der Polizei St. Wendel, zwei der Polizei Neunkirchen und einer aus Illingen rückten an. Vor Ort stellte sich die Sache allerdings dann nicht so gravierend dar. Es wurde ermittelt, dass sich zwar 30 bis 40 Personen vor der Gaststätte in der Balduinstraße aufhielten; von einer Schlägerei war allerdings nichts mehr feststellbar. Es wurde lediglich eine eingeschlagene Seitenscheibe einer Telefonzelle in der Balduinstraße festgestellt. Für diese Sachbeschädigung war ein 23-jähriger Mann aus St. Wendel verantwortlich. Die größtenteils alkoholisierten Personen im Bereich Balduinstraße wurden aufgefordert, die Örtlichkeit zu verlassen. red/vf
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