L134 Alsfassen Richtung Selbach Unterführung A1 Zwischen Einmündung Selbach und Einmündung Oberthal Gefahr durch ungesicherte Unfallstelle, Gefahr durch Personen auf der Fahrbahn (17:28)

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St. Wendler Suchtmediziner warnt vor Legalisierung von Drogen

Der St. Wendeler Suchtmediziner und Gerichtssachverständige Lothar Schreiber warnt eindringlich vor einer Legalisierung von Drogen, wie die Piraten im Saar-Landtag sie zuletzt gefordert hatten. In einem Aufsatz schreibt Schreiber: „Was einen Rausch auslöst, wirkt grundsätzlich auf das Gehirn und das Nervensystem ein und verursacht dort Schädigungen, nicht selten mit sehr ernsten gesundheitlichen Folgen. Unter Umständen können Drogen zum Tode führen.“ Auch sogenannte leichte Drogen wie Haschisch wirkten bei Langzeitkonsumenten gesundheitsschädigend. Cannabis-Genuss über eine lange Zeit hinweg könne die Bildung gesunder Samenzellen irreversibel schädigen. „Wenn einem 30- Jährigen die Frau oder die Partnerin wegen mangelnder Männlichkeit davonläuft, dann ist dieser Mann psychisch am Boden und bedauert es sehr, dass seinerzeit ihn niemand daran gehindert hatte zu kiffen“, schreibt Schreiber, der im Saarland seit Jahren als Gerichtssachverständiger für Drogenfragen tätig ist.

Das Argument, ein mündiger Bürger dürfe in einer Demokratie selbst entscheiden, welche Substanzen er zu sich nehme, hält Schreiber für nicht überzeugend. Ein 18-Jähriger sei zwar erwachsen und geschäftsfähig. „Keinesfalls ist er aber so reif in seiner Persönlichkeit, dass er erkennen kann, was er sich mit seinem dauernden Genuss von Rauschgiften für die Zukunft antut.“ Junge Menschen befänden sich noch in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit, seien unsicher und impulsiv, kämpften um Anerkennung und neigten daher zu Entscheidungen, die sie später bereuten.

Drogen griffen fast immer das zentrale Nervensystem an. Alkohol hingegen schädige in sehr geringen Mengen kaum oder erheblich weniger als Cannabis in geringen Mengen. Schreiber: „Aus all diesen Gründen ist eine intensive Aufklärung, aber auch eine gesetzliche Schranke zur Verhinderung des freien Zugriffs (…) notwendig.“ red

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