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Staatsanwalt ermittelt bei Schach- Vereinigung

Der Staatsanwalt ermittelt gegen den früheren Vorsitzenden der Schachvereinigung 1970 Saarbrücken. Sein Verein wirft ihm vor, er habe 20.000 Euro veruntreut. Sein Anwalt bestreitet die Vorwürfe.

Saarbrücken. Wegen des Verdachtes auf Betrug beziehungsweise Untreue ermittelt die Staatsanwaltschaft Saarbrücken gegen den früheren Vorsitzenden der Schachvereinigung 1970 Saarbrücken.

Der Verein mit rund 130 Mitgliedern hatte Ende Januar Anzeige erstattet und behauptet, der frühere Vorsitzende habe die Überweisung der Miete für das Vereinsheim gestoppt und das Geld von den Konten abgehoben. Eine Nachfrage beim Vermieter - so versichert der Verein - habe ergeben, dass mindestens vier Monatsmieten ausstehen.
Der zweite Vorsitzende des Schachvereins, Matthias Bureik, erklärt, der Schatzmeister des Vereins habe Anfang Januar die Konten geprüft, nachdem der Ex-Vorsitzende einen Termin im Dezember habe platzen lassen.

Laut Bureik soll der Schatzmeister festgestellt haben, dass Mitgliedsbeiträge, Spenden und das angesparte Festgeld von 10 000 Euro verschwunden waren - der vom Schatzmeister ermittelte Schaden betrage rund 20 000 Euro.
Der Ex-Vorsitzende, so berichtet Bureik, sei seit sechs Jahren Vereinsmitglied gewesen und im Januar 2008 gewählt worden - er habe nun Hausverbot. Laut Bureik soll der Ex-Vorsitzende im Dezember seine Wohnung gekündigt haben, sich aber noch in Saarbrücken aufhalten.
Der Rechtsanwalt Thomas Will vertritt den Ex-Vorsitzenden in diesem Streit. Will versichert, dass sein Mandant lediglich die Bank gewechselt habe, um zu sparen. Der Verein, so verspricht der Rechtsanwalt, werde das Geld zurückerhalten. Nach Angaben des Rechtsanwaltes geht es allerdings nicht um 20 000, sondern um 10 000 Euro. 

Der Ex-Vorsitzende, so erläutert dessen Rechtsanwalt, habe während einer Urlaubsreise aus E-Mails von Vereinsmitgliedern erfahren, dass Gerüchte über ihn im Umlauf seien, nach denen er die Vereinskonten leergeräumt und sich abgesetzt haben soll. Daraufhin habe der Ex-Vorsitzende seine Reise früher beendet. Der Rechtsanwalt des Ex-Vorsitzenden versichert, dass sein Mandant die ganze Zeit per Telefon und E-Mail erreichbar gewesen sei, dennoch habe der Vorstand der Schachvereinigung keinen Kontakt zu ihm aufgenommen. Außerdem sei der Verein sowohl über die Urlaubs- als auch die Umzugspläne seines Mandanten informiert gewesen.
Rechtsanwalt Will: "Es ist mir unerklärlich, warum so massiv gegen meinen Mandanten vorgegangen wird."

Nach Angaben von Vereinsmitglied Gerhard Ebel war der Verein vor fünf Jahren noch verschuldet und hatte sich gerade erst finanziell erholt. Um die Sanierung damals schnell voranzutreiben, so berichtet Ebel, habe für Bankgeschäfte die Unterschrift des Vorsitzenden ausgereicht - eine Regelung, die nicht geändert worden sei.

Der zweite Vorsitzende, Matthias Bureik, sagt: "So ein Verein, in dem viele ehrenamtlich tätig sind, ist nicht vor betrügerischen Absichten geschützt." Nun stehe der Verein vor der Frage, wie er das Vereinsheim und den weiteren Spielbetrieb finanzieren könne.

Bei einer Versammlung hätten Mitglieder spontan rund 2500 Euro gespendet. Im März würden die halbjährlichen Mitgliedsbeiträge eingezogen. Bureik: "Wir hoffen, dass wir das laufende Jahr finanzieren können und das Schiff über Wasser halten." mwi

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