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Staatsanwalt fordert lebenslange Freiheitsstrafe im Mordfall Roden

Saarbrücken/Saarlouis. Lebenslange Freiheitsstrafe und Feststellung der besonderen Schwere der Schuld beantragte gestern der Staatsanwalt für den dreifachen Mord in Roden. Vertreter der Nebenklage gingen zum Teil noch weiter und beantragten die anschließende Unterbringung in der Sicherungsverwahrung.

Der Verteidiger sah seinen Mandanten vorverurteilt durch Behörden und Medien. Von Anfang an stehe er als Monster da. Nach Entlastendem sei nicht geforscht worden. Nach dem Grundsatz „im Zweifel für den Angeklagten“ komme nur eine Verurteilung wegen Totschlags im Affekt im Zustand verminderter Schuldfähigkeit in Betracht. Einen Antrag zur Höhe der Strafe stellte der Verteidiger nicht. Am 24. Januar 2009 soll der 48-jährige Angeklagte in Saarlouis-Roden seine Ehefrau, seinen Sohn und seine Stieftochter teils mit Axthieben, teils mit einem Schlachtmesser getötet haben. In seinem Plädoyer stellte der Staatsanwalt fest, dass es wohl keinen im Gerichtssaal gebe, der an der Täterschaft des Angeklagten zweifele. In den vielen Verhandlungstagen sei es darum gegangen, wie die Tat zu bewerten sei, welche Motive ihr zu Grunde liegen.

Es stehe zweifelsfrei, der Angeklagte habe heimtückisch und aus niederen Beweggründen gehandelt. Seine Behauptung er wisse nichts von der Tat sei ein Teil seiner Verteidigungsstrategie, genauso wie er sich als Opfer hinstelle und gar eine vorgetäuschten Selbstmord inszeniert habe. Während aller Prozesstage habe er keine Spur von Reue oder Mitleid gezeigt. Aber als Zeugen Gutes über ihn berichteten habe er feuchte Augen bekommen. Der Angeklagte habe geplant nach ein paar Jahren Haft ein neues Leben mit seinem überlebenden Sohn anzufangen – so der Staatsanwalt. Und zum Angeklagten gewandt: „Die einzige Chance, die ihr Sohn hat, ist dass sie aus seinem Leben verschwinden“. Das Gericht will das Urteil am 15. Dezember verkünden.
jht 
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