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Staatsanwaltschaft Kaiserslautern: Korruptionsverdacht bei BASF

Ludwigshafen/Kaiserslautern.Beim Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen gibt es mehrere Korruptionsfälle: Mitarbeiter einer hessischen Firma sollen einen Ingenieur des Chemiekonzerns bestochen haben, um Vorteile bei der Auftragsvergabe zu bekommen. Das Unternehmen soll außerdem Arbeiten, die es bei der BASF erbrachte, mehrfach abgerechnet haben. Dadurch soll dem Chemiekonzern ein Schaden von mindestens 400000 Euro entstanden sein, wie die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern am Freitag mitteilte.

Im vergangenen Jahr hatte es nach BASF-Angaben bereits in einem Einzelprojekt einen ähnlichen Fall gegeben. Die damals beschuldigte Fremdfirma habe der BASF daraufhin Schadenersatz gezahlt. Außerdem seien auf beiden Seiten personelle Konsequenzen gezogen worden.

Im aktuellen Fall soll ein BASF-Ingenieur von dem hessischen Unternehmen Geld und Sachleistungen bekommen haben. Es gebe den Verdacht, dass sich das Unternehmen dadurch Vorteile bei der Auftragsvergabe verschaffen wollte, sagte der Unternehmenssprecher. Dass die Firma Leistungen mehrfach abgerechnet habe, stehe bereits fest, sagte er.

Laut Staatsanwaltschaft richten sich die Ermittlungen gegen den Ingenieur und vier Mitarbeiter des hessischen Unternehmens. Es bestehe der Verdacht des Betrugs und der Bestechlichkeit und Bestechung im Geschäftsverkehr, so der Leiter der Kaiserslauterer Staatsanwaltschaft, Helmut Bleh. Er schließt nicht aus, dass es in dem Korruptionsfall weitere Beteiligte geben könnte. „Wir haben aber keinen konkreten Verdacht“, sagte er. Die Ermittlungen stünden noch am Anfang. Nähere Angaben zu dem hessischen Unternehmen wollte er nicht machen.

Rund 50 Beamte hatten am Dienstag die Geschäftsräume der hessischen Firma und Wohnungen der Beschuldigten durchsucht. Dabei wurden allein bei der Firma rund 700 Aktenordner mit Geschäftsunterlagen sichergestellt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft geht es bei den Verdachtsfällen um Gerüstmontage-und Rohrleitungsarbeiten.

Die BASF war durch interne Kontrollen hinter die Machenschaften gekommen. Im Herbst habe sich ein Anfangsverdacht ergeben, sagte der Unternehmenssprecher. Der Ingenieur sei fristlos entlassen worden, gehe aber juristisch dagegen vor.

Die Durchsuchungen erstreckten sich auch auf von der Montagefirma angemietete Büros bei der BASF. Die BASF selbst sei aber nicht von der Durchsuchung betroffen gewesen, betonte der Unternehmenssprecher. Seinen Angaben zufolge erledigen etwa 1700 Fremdfirmen bestimmte Arbeiten bei der BASF in Ludwigshafen.

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