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Staatsjagd stand im Zeichen des Waldschutzes

Türkismühle. „Gar lustig“, wie in einem Lied beschrieben, war „die Jägerei“ am Samstag für die Teilnehmer der ersten offiziellen Waldschutzjagd im Saarland vermutlich nicht. Denn das Wetter war alles andere als gut, sondern richtig schlecht. Damit, dass die Landesregierung einen neuen Kurs bei den sogenannten Staatsjagden einschlägt, hatte das jedoch nichts zu tun. Denn im Grunde genommen war bei der Jagd im Holzhauser Wald bei Türkismühle vieles so, wie es immer war: von der Einweisung über die Jagd an sich und das „Schüsseltreiben“ (ein herzhaftes Essen) bis hin zum Auslegen der Strecke (des erlegten Wildes).

Klaus Borger (Grüne), als Staatssekretär im saarländischen Umweltministerium der Gastgeber der Jagd, erklärte den 65 Jägern allerdings zum Auftakt, dass er doch Unterschiede macht zu den repräsentativen Jagdveranstaltungen, wie es sie bislang gab. Die Jagd sei zwar eine „grundsätzlich sinnvolle Tätigkeit“, müsse jedoch künftig unter einer anderen Zielsetzung stattfinden. Die Jagd sei keine zeitlose Leidenschaft, sondern müsse als Handwerk begriffen werden, um dem Wald zu nützen und durch das Erlegen von Wild Schäden abzuwenden. Es sei zudem wichtig, dass die Jäger durch den Erwerb der Drückjagdnadel regelmäßig einen Nachweis über ihre Treffsicherheit vorlegen, denn sie schössen auf schmerzempfindliche Tiere. Bei der Jagd am Samstag war dies Voraussetzung für die Teilnahme. „Das sind alles Profis“, sagte Borger. Mit dabei waren neben anderen Wirtschaftsminister Christoph Hartmann, FDP-Landtagsfraktionschef Horst Hinschberger und der frühere Oberbürgermeister von Neunkirchen, Fritz Decker.

Borger hatte Landesjägermeister Andreas Schober von der Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) übrigens nicht zur Jagd nach Türkismühle eingeladen. Das VJS-Präsidium teilte wiederum im Internet mit, dass man sich nicht an Waldschutzjagden beteiligen werde, weil man mit „dem Wechsel der Jagd-Doktrin zur reinen Schädlingsbekämpfung nicht einverstanden sei“. Die Jagdgegner hatte Borger hingegen eingeladen, um sich vor Ort umzuschauen und ihre Anliegen vorzubringen. Von dem „Angebot“ (so Borger) machte aber niemand Gebrauch.

Zur Strecke gebracht wurden 13 Rehe und drei Wildschweine. Was Borger angesichts der Witterungsbedingungen ein sehr gutes Ergebnis nannte. Kein Tier sei „krank geschossen“, sondern alle sauber getroffen worden. Damit habe sich die Verpflichtung zur Vorlage eines Schießnachweises durch jeden Teilnehmer bewährt, meinte der Staatssekretär. in
 
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