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Stabsunteroffizier unter Mordanklage

Saarbrücken. Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer 22-jährigen Studentin aus Neunkirchen ist jetzt Professor Michael Rösler (59) von Institut für gerichtliche Psychiatrie und Psychologie in Homburg zu Wort gekommen. Er hat den Angeklagten, einen 23- jährigen Fallschirmjäger der Saarlandbrigade, auf mögliche Schuldminderungsgründe untersucht. Es seien jedoch keine Anhaltspunkte in dieser Richtung zu diagnostizieren, stellte der Gutachter fest.

Der Angeklagte war als Bundeswehrangehöriger im Afghanistaneinsatz und hat nach seiner Rückkehr auf eine psychologische Betreuung verzichtet. Probleme mit Alkohol oder Drogen habe er nicht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Soldaten vor, im August vergangenen Jahres seine Freundin aus Habgier getötet zu haben. Die Leiche wurde in einem Waldstück zwischen Kirkel und Neunkirchen mit Benzin übergossen und verbrannt. Ein Tag nach der Tat soll der Täter versucht haben, den Flachbildfernseher des Opfers zu verkaufen.

Die Verteidigung hält es für möglich, das die junge Frau bei einem Streit unglücklich in einen Ast gefallen sei und dadurch die tödlichen Verletzungen erlitten hat. Aus Panik habe er dann die Tote mit Ästen bedeckt und angezündet. Es gibt indessen auch Hinweise auf ein mögliches Sexualdelikt. Unter der Toten fand die Spurensicherung ein Kondompäckchen. Eine Schachtel der gleichen Marke wurde später in der Wohnung des Angeklagten sichergestellt.  Auch die Reste eines teilweise verbrannten T-Shirts der Toten geben Rätsel auf.



Die Vorderseite war über das Gesicht hochgezogen. Die Stoffprobe ist nach der kriminaltechnischen Untersuchung identisch mit dem Rest des Baumwollstoffs auf dem Rücken der Toten. Der Verteidiger möchte durch ein Gutachten festgestellt wissen, ob sich das T-Shirt durch Flammeneinwirkung über das Gesicht hochgezogen haben kann. In dem Prozess sind für 17. Mai die Plädoyers angesetzt. jht

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