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Stadionbau wird heiß diskutiert

Der Ludwigspark soll saniert werden.

Der Ludwigspark soll saniert werden.

Saarbrücken. Der geplante Stadionumbau in Saarbrücken wird Thema im Finanzausschuss des Landtages. Das erklärte gestern die SPD-Fraktion auf SZ-Anfrage. Anfang Mai soll die Landesregierung demnach über Planung und Finanzierung informieren, so der sportpolitische Sprecher der SPD, Stefan Pauluhn.

Linken-Fraktionsvize Rolf Linsler begrüßte derweil die Einigung zwischen Landesregierung und Stadt (wir berichteten): „Endlich unterstützt das Land seine Landeshauptstadt bei einer wichtigen Investition wie dem Umbau des Ludwigsparkstadions.“ Es gehe darum, die Stadt aufzuwerten. Dann würden auch wieder Open-Air-Konzerte und große Veranstaltungen in Saarbrücken stattfinden können. „Das ist eine sinnvolle Investition, die sich rechnen wird, weil die Stadt dadurch auch neue Besucher gewinnt“, so Linsler.

Positiv äußerte sich auch FDP-Fraktionsvize Horst Hinschberger, früherer FCS-Präsident: Er nannte einen Stadionumbau ein „Aufbruchsignal fürs ganze Land“ und hält es für entscheidend, dass man sich „an einer Stelle über Parteigrenzen hinweg geeinigt“ habe. Kritikern hält er unter anderem entgegen, dass mit dem Umbau Arbeitsplätze geschaffen und gesichert würden.

Grünen-Chef Hubert Ulrich berief sich auf die Zusage im Koalitionsvertrag, Saarbrücken beim Bau einer Fußball- und Eventarena zu unterstützen. Die Stadt müsse zunächst ein tragfähiges Finanzierungskonzept vorlegen. „Eine Beteiligung des Landes an der Finanzierung der Investitionskosten muss sich an den Möglichkeiten des Landeshaushaltes orientieren“, so Ulrich. Das Land könne nicht bei den Beamten sparen und zugleich „mehrere Millionen Euro für einzelne Projekte ausgeben“.

Zurückhaltend äußerte sich auch der sportpolitische Sprecher der CDU, Günther Becker. Er will die Gespräche in der Fraktion abwarten und ist nicht generell gegen den Stadionumbau. Er äußerte aber auch Verständnis, etwa für Kritik der Beamten.

Der Deutschen Beamtenbund erklärte gestern: „An dem Millionenprojekt will sich das Land beteiligen, bürdet den Landesbeamten aber wegen der Einhaltung der Schuldenbremse in 2011 eine Nullrunde auf“, hieß es in einer Mitteilung. Mit dieser Art von Politik verspiele die Landesregierung „endgültig ihre Glaubwürdigkeit gegenüber den loyalen Staatsdienern, aber auch gegenüber den Steuerzahlern“, so Landeschef Artur Folz. Der Beamtenbund erwarte von Peter Müller eine Erklärung. pg
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